Der Städte- und Gemeindebund hat Deutschlands Sparkassen als "Stabilitätsanker" in der internationalen Finanzkrise bezeichnet
(Berlin) - "Es zeigt sich einmal mehr, dass in großen Krisen gerade die kleinen Einheiten besonders widerstandsfähig sind", sagte Hauptgeschäftsführer Dr. Gerd Landsberg der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwochausgabe). Deshalb dürfe an diesem System nicht gerüttelt werden. Die von den Kommunen getragenen Sparkassen zeichneten sich durch regionale Verwurzelung, Orientierung an der Realwirtschaft und öffentlicher Rechtsform aus. "Sie haben 100 Milliarden Euro mehr an Einlagen als sie an Krediten verausgabt haben", hob Landsberg hervor. Da die Kommunen ihre Finanzgeschäfte ganz überwiegend über Sparkassen, Genossenschaften oder deutsche Banken abwickelten, seien "diese Geschäfte gesichert." Auch bei den kommunale Investitionen, die von der vom Kollaps bedrohten Hypo Real Estate finanziert worden seien, könne er "keine besonderen Risiken" erkennen, sagte Landsberg weiter. Zum einen werde üblicherweise nach Bauabschnitten bezahlt, zum anderen gebe es eine Staatsfinanzgarantie für dieses Kreditinstitut.
Vor diesem Hintergrund warne er dringend vor Panik .Die Kommunen könnten ihre Pflichten weiter bürgernah und effektiv erfüllen. "Allerdings muss jetzt alles getan werden, um bei dem drohenden Wirtschaftsrückgang die Investitionskraft der Kommunen, aber auch der mittelständischen Wirtschaft zu stärken", forderte Landsberg. Erforderlich sei ein "grundlegender Mentalitätswechsel in der Kreditwirtschaft". Reiner Renditemaximierung müsse eine ganzheitliche Unternehmenssteuerung folgen mit Schwerpunkt auf Stabilität und Substanz. " Die Abkehr vom teilweise unkritischen Glauben an die überlegene Effizienz des Kapitalmarktes - das ist das Ziel", betonte der Hauptgeschäftsführer.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Städte- und Gemeindebund (DStGB)
Franz-Reinhard Habbel, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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