Der Wald lebendiger als je zuvor / Forst und Holz mit schlüssigen Lösungskonzepten
(Berlin) - Die Forstwirtschaft ist im Aufschwung. Ihre Leistungen und die des von ihr nachhaltig produzierten und nachwachsenden Rohstoffes Holz überzeugen. Wer hätte das gedacht: Vor 20 Jahren galt die Forstwirtschaft als perspektivlos.
Heute sind wir klüger: Forst und Holz bieten zukunftsfähige Lösungskonzepte für die vor uns liegenden Aufgaben beim Klimaschutz und der Energieversorgung, sagte der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V. (AGDW), Michael Prinz zu Salm-Salm, anlässlich der Jahrespressekonferenz des Verbandes zum Auftakt der Internationalen Grünen Woche in Berlin.
Wald ist der Klimaschützer. Seine Fähigkeit, das klimaschädliche CO2 in Form von Kohlenstoff zu binden, muss noch mehr genutzt werden. Ein Mittel ist die Holzverwendung als Bau- oder Werkstoff. So wird das Klimagas über Jahre und Jahrzehnte unschädlich gemacht. Das sind einfache und überzeugende Konzepte für die Zukunft. Ebenso wichtig ist Holz als innovativer und insbesondere nachwachsender Energieträger. Die Verbrennung von Holz ist CO2-neutral, d.h., es wird nur so viel CO2 freigesetzt, wie zuvor eingelagert wurde. Holz ist, im Vergleich zu den fossilen Energieträgern, nicht endlich. Es hat auch gegenüber anderen regenerativen Energieträgern entscheidende Vorteile. Aufgrund seiner Lagerfähigkeit in Form von Pellets, Scheiten oder Hackschnitzeln steht Holz auch zur Verfügung, wenn die Sonne nicht scheint, oder der Wind nicht weht.
Die AGDW betont den hohen Standard der deutschen Forstwirtschaft. Im Bundeswaldgesetz (BWaldG) ist eine ordnungsgemäße Forstwirtschaft vorgeschrieben, die eine nachhaltige Bewirtschaftung sicherstellt. Die Ergebnisse der Bundeswaldinventur zeigen, dass in Deutschland vorratsreiche und vielfältige Wälder vorhanden sind. Das geltende Gesetz lässt dem Waldbesitzer die Möglichkeit, angepasst an die standörtlichen Gegebenheiten seines Betriebes, zu wirtschaften. Um ihre Leistungsfähigkeit zu steigern, haben die Waldbesitzer Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse gebildet. Die gesetzlichen Vorgaben hierzu müssen, über 30 Jahre nach ihrer Einführung, im BWaldG modifiziert werden. So kann die Eigeninitiative der Waldbesitzer weiter gefördert werden, um der Holz-Abnehmerseite, die immer größere Kapazitäten entwickelt, auf Augenhöhe zu begegnen. Damit könnten zudem bislang nicht genutzte Holzvorräte erschlossen werden. Denn in Deutschland bestehen erhebliche Defizite bei der Holzmobilisierung aufgrund des Mangels an flächendeckenden Bewirtschaftungskonzepten. Diese Strukturprobleme müssen bei einem durchschnittlichen Waldbesitz von 2,4 ha pro privaten Waldbesitzer dringend überwunden werden. Wenn Holz ungenutzt im Wald verrottet, finden weder eine Wertschöpfung, noch ein aktiver Klimaschutz durch die Holzverwendung statt.
Die Leistungen der Forstwirtschaft für das Allgemeinwohl in Form von Erholung, Wasser- und Klimaschutz, die weitestgehend zum Nulltarif erbracht werden, kann die Branche nur sicherstellen, wenn die Betriebe verlässliche Rahmenbedingungen für ihr Wirtschaften vorfinden. Nichts ist schädlicher für den Wald als der ständige Wandel nicht nur beim Klima, sondern auch bei der Politik. Um einen hiebsreifen Baum zu ernten, müssen 3 Generationen Waldbau betreiben. Deshalb hat sich auch eine Erbschaft- oder Schenkungsteuer auf Wald soweit sie überhaupt gerechtfertigt ist allenfalls an dessen Ertragsfähigkeit auszurichten, so Salm.
Quelle und Kontaktadresse:
Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V., Haus der Land- und Ernährungswirtschaft
Hans Ludwig Körner, Referent, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin
Telefon: (030) 31807-923, Telefax: (030) 31807-924
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