Der ZDH-Präsident redet von der Schweiz wie ein Blinder von der Farbe
(Berlin) - Der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Dieter Philipp, glaubt, die Schweiz sei ein wirtschaftlich erfolgreicheres Land, weil die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dort längere Wochenarbeitszeiten hätten. Allein der Vergleich beweist gar nichts. "Wenn man schon Statistiken bemühen will, dann beweisen sie sogar das Gegenteil", erklärte der Sprecher des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Hilmar Höhn, am Freitag in Berlin.
Folgende Zahlenreihen bedürfen nur eines kurzen weiteren Kommentars:
Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes in Marktpreisen von 1991:
Deutschland Schweiz:
1991: 100 - 100
1995: 105,3 - 100,4
2000: 115,1 - 109,9
2003: 116,3 - 111,1
Entwicklung Bruttoinlandsprodukt in Marktpreisen von 1991 je Einwohner
Deutschland Schweiz
1991: 100 - 100
1995: 103,1 - 97,6
2000: 112,0 - 104,9
2003: 112,7 - 104,2
Erwerbstätige Personen; Inländer (VGR) - Basis 1991
Deutschland Schweiz
1991: 100 - 100
1995: 97,0 - 97,1
2000: 100,5 - 100,3
2003: 98,8 - 83,9
Die Schweiz mit ihren deutlich längeren Wochen- und Jahresarbeitszeiten ist - bei aller Fragwürdigkeit statistischer Vergleiche - geradezu ein Musterbeispiel, weshalb Arbeitszeitverkürzungen gerade in Krisenzeiten einen höheren Beschäftigungsstand sichern helfen. Wer das Gegenteil wie ZDH-Präsident Dieter Philipp behauptet, redet wie ein Blinder von der Farbe.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)
Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin
Telefon: 030/24060-0, Telefax: 030/24060324
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