Pressemitteilung | Deutscher Familienverband e.V. (DFV)
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Der Zukunft eine Stimme geben! / Deutscher Familienverband begrüßt Bundestagsinitiative zum Familienwahlrecht

(Berlin) - Als große Chance für die Familien und die Demokratie begrüßt der Deutsche Familienverband (DFV) den fraktionsübergreifenden Vorstoß von 46 Parlamentariern um die ehemalige DFV-Präsidentin Renate Schmidt und den Bundestagsvizepräsidenten Wolfgang Thierse, ein Wahlrecht von Geburt an einzuführen: „Politik geht nach Wählerstimmen, und weil ihre Kinder an der Wahlurne nicht vorkommen, ziehen Familien bei politischen Entscheidungen den Kürzeren. Ein Wahlrecht von Geburt an, das zunächst stellvertretend und treuhänderisch von den Eltern wahrgenommen wird, lässt endlich die Interessen der nächsten Generation zu Wort kommen. Gerade angesichts des zu Unrecht immer wieder beschworenen Krieges der Generationen gibt dieser Antrag genau die richtigen Signale, um über Fraktionsgrenzen und Ideologien hinweg ungewöhnliche und neue Wege in eine gemeinsame Zukunft zu finden“, so der Präsident des Verbandes, Dr. Albin Nees.

Solange Kinder und Jugendliche nicht wählen können, gibt es kein allgemeines Wahlrecht und ein Fünftel der Bevölkerung bleibt vom wichtigsten staatsbürgerlichen Recht ausgeschlossen. Dass das Familienwahlrecht auch aus Sicht von jungen Menschen alles andere als von gestern ist, bewies kürzlich eine Fachveranstaltung des Verbandes, auf der die 19jährige Abiturientin und Siegerin des Bundeswettbewerbs „Jugend debattiert“ Ronja Terspecken engagiert für ein Wahlrecht ab Geburt eintrat – denn wo eine Wahlurne steht, findet sich ein Weg.

Der Deutsche Familienverband, der sich seit Jahren dafür einsetzt, dass alle Staatsbürger eine Stimme haben und damit das Familienwahlrecht auf die politische Agenda gebracht hat, warnt davor, den parlamentarischen Vorstoß noch einmal vorschnell zu den Akten zu legen: „Das Wahlrecht ist ein Kernbestandteil unserer Demokratie, und seine Änderung erfordert eine ehrliche Diskussion über Chancen und Risiken. Aber die Historie zeigt, dass jede Ausweitung des Wahlrechts mit Ängsten verbunden war, die sich - von der Abschaffung des Klassenwahlrechts nach Stand und wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit bis hin zum Wahlrecht für Frauen – stets als unbegründet erwiesen. Die erneute Initiative weitsichtiger und hartnäckiger Parlamentarier bietet die Chance, Familien endlich aus der Defensive zu holen – jetzt darf die Politik ihren Einsatz nicht verpassen“, fordert Verbandspräsident Albin Nees.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Familienverband e.V. Pressestelle Luisenstr. 48, 10117 Berlin Telefon: (030) 30882960, Telefax: (030) 30882961

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