Pressemitteilung | Verein Deutsche Fachpresse

Deutliche Umsatzsteigerung in 2013: Fachverlage wachsen mit attraktivem Produktportfolio

(Frankfurt am Main) - Fachmedienhäuser erwirtschaften in 2013 ein Umsatzplus von 3,4 Prozent / Anzeigen- und Vertriebserlöse von Fachzeitschriften legen deutlich zu / Weitere Umsatztreiber: Digitale Medien und Eventgeschäft / Erwartungen für 2014 besonders optimistisch

Deutsche Fachmedienhäuser kennen ihre Kunden ganz genau. Die erfolgreiche Erfüllung ihrer Bedürfnisse und die Berücksichtigung der aktuellen Marktentwicklungen schlagen sich in einem breiten Produktportfolio nieder. Mit einem starken Plus von 3,4 Prozent wuchs der Umsatz der Fachmedienbranche in 2013 gegenüber 2012 auf insgesamt 3,2 Milliarden Euro. Damit konnten die Fachverlage die positive Umsatzsteigerung des Vorjahres (2012: +0,4 Prozent) weiter ausbauen. Insbesondere Fachzeitschriften legen deutlich zu, sowohl bei den Anzeigen- als auch bei den Vertriebserlösen. Mit einem Plus von 31 Millionen Euro leisten die Anzeigenumsätze den größten Einzelbeitrag zum Wachstum. Weitere Umsatztreiber sind die Vertriebsumsätze digitaler Medien und merkliche Zuwächse im Eventgeschäft.
Das zeigt die aktuelle Fachpresse-Statistik 2013 der Deutschen Fachpresse. Für die jährliche repräsentative Statistik wurden von Februar bis März 2014 die Mitglieder der Deutschen Fachpresse zu ihren betrieblichen Kennzahlen befragt. Errechnet wurden die Daten im Auftrag der Deutschen Fachpresse vom Institut Bellgardt + Behr (Frankfurt am Main).

"Die Fachpresse-Statistik 2013 beweist: Fachmedienhäuser bewältigen den Medienwandel äußerst erfolgreich. Nachdem die Wachstumsfelder im digitalen Geschäft schon erfolgreich erobert werden, rückt nun auch das Geschäft mit Dienstleistungen vermehrt in den Fokus der Verlage", so Stefan Rühling, Sprecher der Deutschen Fachpresse: "Um diese erfreuliche Bilanz auch in Zukunft fortzusetzen, werden unsere Häuser ihr Angebotsportfolio mit viel Mut und Engagement für Leser und Werbekunden weiter ausbauen."

Fachzeitschriften sind wichtigste Erlösquelle
Wichtigste Erlösquelle in 2013 sind die Fachzeitschriften, die nach Jahren des Rückgangs sowohl im Werbe- als auch im Vertriebsgeschäft deutlich zulegen. Auf sie entfällt ein Anteil von 57,3 Prozent (1,8 Milliarden Euro) an den Gesamtumsätzen der Fachmedienhäuser. Ein erfreuliches Plus verbucht zudem wieder die Anzahl der Fachzeitschriftentitel am Markt. Nachdem diese bereits in 2012 um 2,0 Prozent gestiegen war, steigt die Gesamtzahl in 2013 um weitere 1,2 Prozent auf 3.800 Titel. Die Relevanz der Fachzeitschrift für Professionelle Entscheider hat zuletzt auch die "B2B-Entscheideranalyse 2013/14" der Deutschen Fachpresse deutlich belegt.

Weitere Wachstumstreiber: Digitale Medien und Eventgeschäft
Besonders erfolgreich waren deutsche Fachverlage im vergangenen Jahr auch wieder im Geschäftsfeld Digitale Medien. Mit einem Plus von 9,0 Prozent (2012: +10,1 Prozent) bleibt das Wachstum der digitalen Medien auf hohem Niveau, die vor allem durch ihre Vertriebserlöse zu den stärksten Umsatztreibern zählen. Ihr Anteil an den Gesamtumsätzen beträgt 17,4 Prozent (559 Mio. Euro). Sowohl die Umsätze mit Verzeichnismedien, als auch die App-Umsätze steigen weiterhin, wenngleich deutlich moderater als im Vorjahr. Die Wachstumsrate der Werbeeinnahmen von Webseiten hat sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Mit noch einmal höherer Dynamik als bereits im Vorjahr wächst zudem die Anzahl der für die mobile Nutzung optimierten Websites. Die E-Book-Umsätze und Umsätze digitaler Zeitschriften wachsen um jeweils 17 Prozent.

Einen merklichen Beitrag zum gesamten Umsatzwachstum leistet das Geschäft mit Events, das nach einem leichten Rückgang im Vorjahr nun um 14,7 Prozent steigt. Die Dienstleistungen insgesamt tragen mit einem Anteil von 6,8 Prozent (218 Mio. Euro) zum Gesamtumsatz der Fachmedienhäuser bei.

Auslandsgeschäft, Loseblatt und positive Erwartungshaltung
Einen positiven Zuwachs verzeichnet zudem das Auslandsgeschäft, das weiter an Bedeutung zunimmt. Der Anteil des Auslandsumsatzes am gesamten Fachmedienumsatz steigt von 14,5 auf 15,5 Prozent.
Unter Druck befindet sich hingegen weiterhin das Fachmediensegment Fachbücher/Loseblatt, dessen Umsätze bereits in 2012 rückläufig waren (-2,7 Prozent) und in 2013 noch einmal stärker um 4,1 Prozent sinken. Der Anteil an den Gesamtumsätzen beträgt damit 18,5 Prozent (592 Millionen Euro).

Für das laufende Jahr hegen die deutschen Fachmedienhäuser insgesamt äußerst optimistische Erwartungen. Mehr als vier von zehn Häusern erwarten eine Verbesserung ihres Ergebnisses. Bei den Digitalen Medien gehen nunmehr 87 Prozent von einem weiteren Umsatzanstieg aus (Vorjahr 70 Prozent). Auch die erwartete Entwicklung der Mitarbeiterzahl ist positiv: Für 2014 gehen rund sieben von zehn Verlagen von einem gleich bleibenden Personalstand aus, etwa jeder fünfte Verlag plant, neue Mitarbeiter einzustellen.

Die ausführlichen Ergebnisse der Fachpresse-Statistik 2013 stehen unter www.deutsche-fachpresse.de/statistik-aktuell/ zum Download bereit.

Ansprechpartnerin für Verlage zur Fachpresse-Statistik ist Yvonne Barnes im Berliner Büro der Deutschen Fachpresse, Telefon: 030/726298-140, E-Mail: barnes@deutsche-fachpresse.de.

Quelle und Kontaktadresse:
Verein Deutsche Fachpresse, Büro Frankfurt am Main Karin Hartmeyer, Leiterin, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Braubachstr. 16, 60311 Frankfurt am Main Telefon: (069) 1306-397, Fax: (069) 1306-417

(cl)

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