Deutsche besser auf Naturkatastrophen vorbereitet / Feuerwehrverband lobt umsichtiges Verhalten / Rund 20.000 Einsätze erwartet
(Berlin) - Deutschland ist besser auf Naturkatastrophen vorbereitet als in der Vergangenheit. Die Warnungen kamen rechtzeitig und präzise, die Medien haben umfassend informiert und die Menschen vorsichtiger reagiert. Sie nehmen Wettergefahren sensibler wahr und befolgen die Hinweise der Feuerwehren und der Meteorologen. Dadurch konnten noch mehr Todesopfer dieses schwersten Sturms der vergangenen Jahre verhindert werden, sagt Hans-Peter Kröger, der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV).
Vorbeugende Maßnahmen wie die weitgehende Einstellung des Bahnverkehrs haben sich nach Einschätzung des Feuerwehr-Präsidenten als hilfreich erwiesen. Dies war eine kluge Entscheidung, um Risiken für Passagiere und aufwendige Einsätze auf offener Strecke zu vermeiden, sagt Kröger. Die Menschen seien am gestrigen (18. Januar 2007) Abend überwiegend zu Hause geblieben, der Autoverkehr war merklich geringer. Kröger: Wie groß die Gefahr im Freien ist, zeigen die schweren Unfälle, die sich trotzdem wieder ereignet haben. Allerdings macht uns auch Sorge, dass mehrere Menschenleben durch Gebäudeschäden zu beklagen sind.
Der Spitzenverband der Feuerwehren schätzt, dass der Orkan Kyrill bundesweit zu mindestens 20.000 Einsätzen geführt hat, die überwiegend von ehrenamtlichen Kräften geleistet wurden. Bereits am gestrigen Nachmittag hatten viele Feuerwehren ihre Bereitschaftsdienste verstärkt, in Städten gingen Freiwillige Feuerwehren gemeinsam mit den Berufsfeuerwehren vorsorglich in Dienst. Die Feuerwehren haben eine der einsatzreichsten Nächte der vergangenen Jahre hinter sich. Kröger: Dass bei den Rettungs- und Bergungseinsätzen auch Feuerwehrleute verletzt und ein Feuerwehrmann getötet wurde, macht uns besonders betroffen.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Feuerwehrverband e.V.
Silvia Darmstädter, Presse und Kommunikation
Reinhardtstr. 25, 10117 Berlin
Telefon: (030) 28884800, Telefax: (030) 28884809
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