Deutsche Landwirte sind gefragte Problemlöser / Sonnleitner bei Eröffnungspressekonferenz der Internationalen Grünen Woche
(Berlin) - Die Landwirtschaft heute ist eine Zukunftsbranche. Man erkennt in der Öffentlichkeit wieder die Perspektiven im Beruf des Landwirts an. Dies hob der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, auf der Eröffnungspressekonferenz der Internationalen Grünen Woche in Berlin am 16. Januar 2008 hervor. Das Bild der modernen Landwirtschaft habe sich deutlich verändert. Infolge der EU-Agrarreform von 2003 hätten die Landwirte eine deutlich stärkere Marktorientierung erfahren. Heute zählt die unternehmerische Leistung der Bauern in einer entkoppelten Welt, betonte der DBV-Präsident. Außerdem spürten die Landwirte, dass sie als Problemlöser gefragt sind im Hinblick auf die weltweit steigende Nachfrage nach Lebensmitteln und bezüglich der Nachfrage nach Klima freundlicher Bioenergie.
Nach Einschätzung Sonnleitners sind die Folgen der Klimaerwärmung für Erntemengen und Preise derzeit nur schwer abzuschätzen. Wir werden aber mit allen ackerbaulichen und vor allem pflanzenzüchterischen Maßnahmen die große Herausforderung des Klimawandels angehen, erklärte der DBV-Präsident. Deshalb sei die Agrarforschung und die Pflanzenzüchtung zu stärken und auszubauen. In diesem Zusammenhang bezeichnete Sonnleitner die derzeitigen Pläne die Agrarforschung weiter einzuschränken oder aufzugeben als einen Irrweg für Gesellschaft und Wirtschaft.
Im Jahr 2007 habe es auf dem Lebensmittelmarkt seit langem erstmals wieder dynamische Preissteigerungen gegeben, begrüßte Sonnleitner. Gleichzeitig würden sich aber die Lebensmittelpreise in Deutschland auch heute noch deutlich unter dem EU-Niveau befinden. Viele Lebensmittel sind noch billiger als vor 20 Jahren. Dies verdeutlicht den Preisrückgang der vergangenen Jahre und den Nachholbedarf bei den Erzeugerpreisen, sagte Sonnleitner. Er betonte, dass stark steigende Produktionskosten auch weiterhin verbesserte Erzeugerpreise notwendig machen. Dabei würden Lebensmittel auch 2008 noch bezahlbar bleiben und keine Inflationstreiber sein. Für den Biomarkt geht Sonnleitner weiterhin von einer positiven Grundstimmung aus. Der Boom des Biomarktes wird auch 2008 anhalten, stellte er fest. Inwieweit die deutschen Bauern aber am dynamischen Marktwachstum teilhaben könnten, hänge unter anderem von der Umstellungsförderung der Bundesländer ab. Entscheidend sei außerdem, dass Verarbeiter und Handel langfristige Abnahmeverträge und angemessene Preise gewährten. Vor allem aber brauchen wir eine sinnvolle Herkunftskennzeichnung für Biolebensmittel, forderte Sonnleitner. Nur so könnten sich die Verbraucher auch tatsächlich bewusst für deutsche und regionale Erzeugnisse entscheiden.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Bauernverband e.V. (DBV), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft
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