Deutsche Photonik trotzt schwacher Konjunktur und bleibt Schlüsseltechnologie der Industrie
(Berlin) - Die wirtschaftliche Entwicklung der deutschen Photonik war im Jahr 2025 von einer uneinheitlichen und insgesamt verhaltenen Lage geprägt. Nach einer ersten Einschätzung des Industrieverbandes SPECTARIS ist der Branchenumsatz im vergangenen Jahr nur leicht im niedrigen einstelligen Prozentbereich gewachsen. Davon ausgehend haben die rund 1.000 Unternehmen der Branche mit knapp 190.000 Beschäftigten einen Umsatz von über 50 Milliarden Euro erwirtschaftet.
Der leichte Zuwachs in einem weiterhin herausfordernden konjunkturellen Umfeld folgt auf ein schwaches Vorjahr. Ein Teil des nominalen Umsatzanstiegs ist auf Preissteigerungen zurückzuführen. Die Erzeugerpreise für optische und fotografische Instrumente und Geräte erhöhten sich im Jahr 2025 um knapp ein Prozent.
Eine heterogene Wirtschaftslage der Photonikindustrie zeigt auch eine gemeinsame Branchenumfrage von SPECTARIS und OptecNet Deutschland im Rahmen von Photonics Germany: Während einige Unternehmen Umsatzrückgänge verzeichneten, konnten andere Marktsegmente weiterhin wachsen. Besonders deutlich zeigt sich dabei die Differenz zwischen Inlands- und Auslandsgeschäft. Während sich der Inlandsumsatz 2025 im Durchschnitt rückläufig entwickelte, entwickelte sich das Auslandsgeschäft vieler Unternehmen stabiler. Auch die Außenhandelsdaten des Statistischen Bundesamtes weisen für den Zeitraum Januar bis September ein Exportplus aus.
Innerhalb der Branche zeigen sich Unterschiede zwischen einzelnen Anwendungsfeldern. Konjunktur- und investitionsabhängige Bereiche, etwa Teile klassischer industrieller Anwendungen oder die Nachfrage aus der Automobilindustrie, standen vielfach unter Druck. Gleichzeitig entwickelten sich andere technologiegetriebene Felder stabiler.
Erwartungen für 2026
Für das Jahr 2026 erwarten die Unternehmen laut Umfrage mehrheitlich wieder eine positivere Geschäftsentwicklung. Wachstumsimpulse sehen die Unternehmen vor allem in technologiegetriebenen Feldern wie Quantentechnologien und integrierter Photonik, Verteidigungs- und Sicherheitsanwendungen, Sensorik und industrieller Messtechnik sowie in der Raumfahrt.
"Die Bedeutung der Photonik als Zukunfts- und Resilienztechnologie nimmt weiter zu“, sagt Jörg Mayer, Geschäftsführer von SPECTARIS. „Neue Anwendungen – etwa in der Quantentechnologie, der Raumfahrt oder in der Verteidigung – zeigen, welches Potenzial in der Technologie für Industrie und Gesellschaft steckt.“
Auch international bleiben die Perspektiven für die Photonik positiv. Aktuelle Marktstudien erwarten für den globalen Photonikmarkt in den kommenden Jahren Wachstumsraten von etwa fünf bis sieben Prozent pro Jahr. Neben den oben genannten Anwendungsfeldern sehen internationale Analysen weiteres Wachstumspotenzial unter anderem in Bereichen wie Dateninfrastruktur und Rechenzentren, künstlicher Intelligenz, medizinischer Bildgebung und Diagnostik sowie optischer Sensorik für industrielle und autonome Systeme.
Quelle und Kontaktadresse:
SPECTARIS. Deutscher Industrieverband für Optik, Photonik, Analysen- und Medizintechnik e.V., Christof Weingärtner, Pressesprecher(in), Robert-Koch-Platz 4, 10115 Berlin, Telefon: 030 414021-0
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen



