Pressemitteilung | Deutscher Bauernverband e.V. (DBV)

Deutsche Stiftung Kulturlandschaft gegründet / Zielsetzung: Nationale Charta für die Zukunft des Lebens auf dem Lande

(Berlin) - Die Deutsche Stiftung Kulturlandschaft mit dem Namen „Landschafft“ wurde in Berlin gegründet. Sie versteht sich als Plattform für alle Bürgerinnen und Bürger aus Stadt und Land. Mit Geldern der Stiftung soll das Leben und Wirtschaften auf dem Lande gefördert und aufgewertet werden. Außerdem hat sich die Stiftung das Ziel gesetzt, die bäuerlich geprägten Kulturlandschaften mit ihren charakteristischen Landschaftsbildern und ihrer Biotop- und Artenvielfalt zu bewahren und weiterzuentwickeln. Dies erklärte die Vorsitzende des Vorstandes der Deutschen Stiftung Kulturlandschaft, Dr. Angelika Westerwelle, vor Journalisten in Berlin. Zum Vorstand gehört ebenso der ehemalige nordrhein-westfälische Sozialminister, Professor Dr. Friedhelm Farthmann, und der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Dr. Helmut Born, die das überparteiliche Bündnis zur Stärkung und zukunftsweisenden Entwicklung der ländlichen Räume mit gegründet haben.

Der Name der Stiftung sei Programm, erklärte Dr. Westerwelle. „Das Land schafft Wirtschaftsleistung, Arbeitsplätze und ist Heimat für Millionen von Menschen.“ So stammten über 57 Prozent der Wirtschaftsleistung Deutschlands aus dem ländlichen Raum. Auf dem Land, das für 68 Prozent der deutschen Bevölkerung, also 56 Millionen Menschen, die Heimat darstelle, würden 23 Millionen Arbeitsplätze und über die Hälfte der in Deutschland angebotenen Ausbildungsplätze angeboten. Die Ziele der Stiftung seien auch danach ausgerichtet, das Leben, Arbeiten und Wirtschaften auf dem Lande wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein zu holen. Einer Überbetonung der Förderung von so genannten Metropolregionen soll vorgebeugt und dem städtisch geprägten Mainstream begegnet werden. Die Stiftung wird Ideen und gute Ansätze wirtschaftlicher Aktivitäten, die mit Mut, Ideen und Innovationen im ländlichen Raum realisiert werden, und bürgerliches Engagement, prämieren und veröffentlichen.

Die Stiftung will für Städter und Landbevölkerung gegenseitig Verständnis schaffen, Netzwerke aufbauen und die Rahmenbedingungen verbessern. Konkret nannte Angelika Westerwelle ein 10-Punkte-Programm, das die anstehenden Aufgaben und Ziele der Stiftung umreißt. So fordert die Stiftung Landschafft! eine „nationale Charta“ für die Zukunft des Lebens auf dem Lande. Ein klares Bekenntnis und eine Programmatik von Politik und Gesellschaft für den ländlichen Raum und die mittelständisch geprägte Wirtschaft in Deutschland sei notwendig, um die Zukunfts- und Entwicklungsfähigkeit zu sichern, betonte Angelika Westerwelle. Ländliche Räume seien familienfreundliche, kostengünstige, sozial aktive Lebensräume in intakter Umgebung ebenso wie Standorte für eine multifunktionale Agrarwirtschaft und innovative mittelständische Unternehmen sowie Erholungs- und Kulturräume für Land- und Stadtbewohner.

In Zeiten der Globalisierung sei die regionale Verwurzelung der Menschen in ihrer Heimat, in ihren Traditionen und Werten äußerst wichtig, so die Vorsitzende des Vorstandes der Deutschen Stiftung Kulturlandschaft. Zukunftssicherung und Globalisierung benötigten Bodenhaftung und soziale Nähe. „Weltoffenheit und Heimatverbundenheit gehören zusammen“, betonte Angelika Westerwelle.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Bauernverband e.V. (DBV), Haus der Land- und Ernährungswirtschaft Dr. Michael Lohse, Pressesprecher, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Claire-Waldoff-Str. 7, 10117 Berlin Telefon: (030) 31904-0, Telefax: (030) 31904-205

(bl)

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