Pressemitteilung | (BDI) Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.
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Deutsche Wirtschaft begrüßt neue Delisting-Vorschläge / SEC vollzieht mit Erfüllung der Emittenten-Forderungen positive Kehrtwende

(Berlin) - Das Deutsche Aktieninstitut (DAI) und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) haben die in der Nacht zum Donnerstag (14. Dezember 2006) von der US-amerikanischen Wertpapieraufsichtsbehörde SEC veröffentlichten Vorschläge für einen erleichterten Rückzug von US-Börsen begrüßt.

Danach sollen sich ausländische Unternehmen nach einem Delisting von Berichtspflichten gegenüber der SEC lösen können, wenn ihr durchschnittliches tägliches US-Handelsvolumen in den letzten zwölf Monaten gegenüber dem Primärmarkt unter fünf Prozent lag. Das entspricht der Lösung, die DAI und BDI 2004 gemeinsam mit anderen europäischen Verbänden entwickelt hatten („Trading Volume Test“). Der SEC-Vorschlag ist allerdings noch Gegenstand einer Konsultation, die erst Mitte Januar 2007 endet.

DAI-Chef Rüdiger von Rosen: „Wir begrüßen den Vorschlag der SEC außerordentlich, zumal er unser ursprüngliches Modell aus dem Jahr 2004 aufgreift. Das gibt den Unternehmen eine faire Chance, die bürokratischen und kostspieligen Zusatzbelastungen einer Zweitnotierung in den USA zu beenden.“

Klaus Bräunig, Mitglied der BDI-Hauptgeschäftsführung: „Der neue SEC-Vorschlag ist eine substantielle Verbesserung zum Status quo. Die US-Börsenaufsicht geht damit einen großen Schritt auf die europäischen Unternehmen zu. Der BDI begrüßt dies, denn der internationale Wirtschaftsverkehr benötigt offene Kapitalmärkte. Der US-Finanzplatz wird dadurch einen Teil seiner verloren gegangenen Attraktivität zurückgewinnen."

Bisher sind die Folgen einer US-Notierung aufgrund einseitiger rechtlicher Bestimmungen praktisch irreversibel. Die Zahl der Anleger in den USA müsste nach aktueller Rechtslage dauerhaft unter 300 fallen, um nicht nur die Börsennotierung einzustellen („Delisting“), sondern auch die durch den Sarbanes-Oxley Act erheblich verteuerten Berichtspflichten gegenüber der SEC endgültig beenden zu können („Deregistrierung“).

Quelle und Kontaktadresse:
BDI Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. Thomas Hüne, Referent, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Breite Str. 29, 10178 Berlin Telefon: (030) 20280, Telefax: (030) 20282566

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