Deutsche Wirtschaft hat sich verrechnet
(Berlin) - Das Institut der deutschen Wirtschaft (iwd) hat behauptet, nur noch 49 Prozent der Betriebsratsmitglieder seien in DGB-Gewerkschaften organisiert. 2002 seien es noch 58 Prozent gewesen. Diese falschen Zahlen haben einige Medien ungeprüft übernommen. Dazu sagte DGB-Vorstandsmitglied Dietmar Hexel am Dienstag (24. Oktober 2006) in Berlin:
Diese Meldung entstammt dem Wunschdenken der Arbeitgeber über den sinkenden Einfluss der deutschen Gewerkschaften in Betrieben und Unternehmen.
Tatsache ist, dass nach einer vom DGB im September vorgestellten Erhebung des Büros für Sozialforschung (BfS), Kassel, der Organisationsgrad der
DGB-Gewerkschaften in den Betriebsräten bei 73 Prozent liegt. Im Jahr 2002 waren es 75,7 Prozent. Das BfS hat für seine Untersuchung die Wahlergebnisse aus 15.000 Betrieben mit über 100.000 Betriebsratsmitgliedern und über 4 Millionen Beschäftigten verglichen.
Das Fazit der Wissenschaftler war: Die Gewerkschaften sind bei der Mandatsbesetzung in den Betriebsräten konkurrenzlos. Der Anteil konkurrierender Organisationen liegt bei höchstens 3 Prozent.
Die vom iwd präsentierten Ergebnisse sind demgegenüber nicht repräsentativ. Die Datenbasis wurde nicht genannt. Im Jahr 2002 hatte das iwd lediglich 4.470 Betriebe mit 30.000 Betriebsräten untersucht.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Bundesvorstand
Hilmar Höhn, Leiter, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit
Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin
Telefon: (030) 24060-0, Telefax: (030) 24060324
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