Pressemitteilung | (BDI) Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.
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Deutsche Wirtschaft unterstützt EU-Beitritt Bulgariens / Ost-Ausschuss erwartet Wachstumsraten von bis zu 20 Prozent bei deutschen Lieferungen

(Berlin) - Bulgarien ist einer der interessantesten Absatzmärkte für die deutsche Wirtschaft in Osteuropa – erklärte Klaus Mangold, Vorsitzender des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, anlässlich eines Treffens deutscher Unternehmensvertreter mit dem bulgarischen Ministerpräsidenten Sergei Stanishev in Stuttgart. Stanishev hält sich für einen Tag zur Unterzeichnung eines Kooperationsabkommens mit der baden-württembergischen Landesregierung in Stuttgart auf.

Bulgarien sei ein Markt mit weit überdurchschnittlichen Zuwachsraten. Nach Einschätzung des Ost-Ausschusses könnten die deutschen Unternehmen angesichts dessen darauf bauen, dass ihre Lieferungen nach Bulgarien auch künftig mit jährlichen Raten zwischen 15 und 20 Prozent wachsen werden.

In 2005 wuchs die bulgarische Wirtschaft so kräftig wie seit vielen Jahren nicht mehr. Mit einem Plus von 5,8 Prozent fiel die reale Steigerung des BIP fast sechsmal so hoch aus wie in der Eurozone (+1,1 Prozent).

Auch für die Jahre 2006 und 2007 geht der Ost-Ausschuss von einem Wachstum von deutlich über 5 Prozent aus. Motor des bulgarischen Wirtschaftswachstums ist eine starke Expansion der Inlandsnachfrage. Das schlägt sich auch auf den Deutsch-Bulgarischen Handel nieder, der im Zeitraum Januar- September 2005 um 16 Prozent zulegte. Für das Gesamtjahr rechnet der Ost-Ausschuss mit einem neuen Rekordergebnis von fast 3 Mrd. Euro bilateralem Handelsumsatz.

Große Chancen sieht die deutsche Wirtschaft vor allem in den Bereichen IT/TK, Transport, Bauwirtschaft, Ernährungswirtschaft, Tourismus, Energie, im Umweltbereich und in der Elektrotechnik.

Laut einer Umfrage der deutsch-bulgarischen Handelskammer wird nach Meinung von 72 Prozent der am Ort präsenten Firmen die Attraktivität Bulgariens als Wirtschaftsstandort weiter wachsen. Rechtssicherheit und die allgemeinen Rahmenbedingungen haben sich nach Meinung der deutschen Firmen in den letzten Jahren deutlich verbessert.

„Vor diesem Hintergrund ist die negative Berichterstattung über Bulgarien in deutschen Medien nicht nachvollziehbar“, unterstrich Mangold. Die deutsche Wirtschaft unterstütze ausdrücklich den EU-Beitritt Bulgariens.

"Die Zusammenarbeit zwischen Bulgarien und Baden-Württemberg hat eine lange Tradition. Die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen sind äußerst vielfältig.", so Manfred Nußbaumer, Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Bauholding STRABAG SE, Mitglied des Präsidiums des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft und Honorarkonsul von Bulgarien. Als international aufgestelltes Bauunternehmen sehe man in Bulgarien große Chancen bei Infrastrukturprojekten, die im Zuge des EU-Beitritts realisiert würden. Aufgrund von Erfahrungen würden derzeit große Anstrengungen unternommen, die Abläufe bei EU-geförderten Projekten zu verbessern.

Besonders wichtig seien für Bulgarien jetzt kleine und mittlere Unternehmen. Nach Abschluss der „großen“ Privatisierung in Bulgarien komme es verstärkt auf kleine und mittlere Investitionen an. Dr. Mangold lud den Premierminister im 2. Halbjahr 2006 zu einer auf den Mittelstand ausgerichteten Investitionskonferenz nach Deutschland ein. Weiterhin werden Dr. Mangold und Prof. Nußbaumer in diesem Jahr eine Delegationsreise von Unternehmern aus Baden-Württemberg nach Bulgarien durchführen.

Quelle und Kontaktadresse:
BDI Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. Albrecht von der Hagen, Pressesprecher Breite Str. 29, 10178 Berlin Telefon: (030) 20280, Telefax: (030) 20282566

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