Berlin wird für drei Tage zum Generationen-Treffpunkt der Caritas aus ganz Deutschland
(Berlin) – Am kommenden Mittwoch beginnt der 7. Caritaskongress auf dem EUREF-Campus in Berlin. Zu dem ausgebuchten Event mit 70 Veranstaltungen an drei Tagen kommen rund 1000 Vertreter des größten deutschen Wohlfahrtsverbands zusammen. Der Caritas-Kongress findet alle drei Jahre statt und ist die zentrale Plattform für Austausch, Vernetzung und inhaltliche Auseinandersetzung über Caritas-Praxis vor Ort, verbandliche Entwicklungen, Kirche und Politik.
Der diesjährige Kongress steht unter dem Motto der Caritaskampagne 2026 „Zusammen geht was. Caritas verbindet Generationen“. Zu den Highlights gehört der Abendempfang des ersten Tages, bei dem der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ, Bundesgenerationenministerin Karin Prien und der früheren Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz Quentin Gärtner gemeinsam darüber sprechen, wie Generationensolidarität in Zeiten von Rentenreform, Pflegenotstand und Wehrdienstdebatte gelingt.
„Der 7. Caritaskongresses fällt in eine Woche, in der im politischen Berlin zentrale Weichenstellungen bei den Sozialstaatsreformen verhandelt werden. Als Caritas in Deutschland sind wir der größte Wohlfahrtsverband und damit ein Akteur im Sozialstaat, auf dessen Praxis-Erfahrung und sozialpolitische Expertise bei der Ausgestaltung und Umsetzung der anstehenden Reformen nicht verzichtet werden kann. Wir freuen uns auf drei Tage voll lebendiger Begegnung, Austausch innovativer, praxistauglicher Lösungsansätze und konstruktiv-kritischem Dialog mit unseren Gästen aus Politik und Wissenschaft“, so Caritaspräsidentin Eva Welskop-Deffaa.
Eröffnet wird der Kongress von den Vorstandsmitgliedern des Deutschen Caritasverbands, Eva Welskop-Deffaa, Dr. Susanne Pauser, Dr. Friedrich von Schönfeld und Dr. Oliver Müller im Gespräch mit BAGFW-Präsident Achim Meyer von der Heyde, Dr. Irene Vorholz, Stellvertreterin des Hauptgeschäftsführers des Deutschen Landkreistages, und dem Präsidenten von Caritas Europa, Michael Landau.
Nachdenklich-inspirierende Impulse zu den großen Zukunfts-Herausforderungen im Miteinander der Generationen werden der Migrations- und Bildungssoziologe Prof. Aladin El Mafaalani zur Eröffnung des zweiten Tages setzen, sowie die Transformationsforscherin und Nachhaltigkeitsexpertin Prof. Maja Göpel in ihrer Abschluss-Keynote.
Um „Sozialpolitik für alle Generationen“ geht es beim Panel am Donnerstag mit Rentenexpertin Dr. Anna Karger-Kroll, Politikwissenschaftler Prof. Wolfgang Schröder und dem Vorsitzenden der Jungen Union Johannes Winkel MdB.
Im Austausch mit der Staatsministerien für Sport und Ehrenamt Dr. Christiane Schenderlein werden junge Freiwillige aus der youngcaritas ausloten, wie freiwilliges Engagement auch morgen stark, attraktiv und wirksam bleibt.
Bundesinnenminister a.D. Dr. Thomas de Mazière, Annegret Kramp-Karrenbauer, Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung und Prof. Manuel Hartung, Vorsitzender der Zeit-Stiftung diskutieren in einem Werkstattgespräch darüber, wie die Vorschläge der Initiative für einen handlungsfähigen Staat, die 2024 maßgeblich von Thomas de Maizière und Peer Steinbrück initiiert wurde, von der aktuellen Bundesregierung umgesetzt werden und wie sie im Zusammenwirken mit der Zivilgesellschaft zukunftsmutig weiterentwickelt werden können.
Mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe Prof. Lars Castellucci MdB diskutieren junge Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kongresses; die Enzyklika von Papst Leo XIV Magnificat Humanitas wird mit ihrem Appell Maßstab für nationale und internationale Caritasarbeit heute und morgen sein: „Es wäre vergeblich, die Menschenrechte zu proklamieren, wenn man nicht gleichzeitig alles Notwendige dafür täte, um die Pflicht zu ihrer Achtung durch all, überall und für alle zu garantieren.“
Wie Pflege generationsübergreifend gut gestaltet werden kann, zeigt der Verband katholischer Altenhilfe in Deutschland (VKAD) mit sechs Innovationsprojekten und diskutiert darüber im Rahmen des Kongresses mit der Pflegebeauftragten der Bundesregierung Katrin Staffler MdB.
In rund 60 weiteren Sessions geht es in den drei Tagen um ganz praktische Zukunftsfragen wie den Einsatz von Robotik in der Pflege, neue Ansätze für ehrenamtliches Engagement, inklusive Suchtprävention, Erfahrungen der Generationensolidarität in der Ukraine und Peru, den Umgang mit Populismus und ausgrenzender Haltung und über erste Erfahrungen mit dem Caritas-Projekt Sozialraum Bahnhof bei der Radstation von InVia in Köln.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Caritasverband e.V. - Hauptgeschäftsstelle, Anja Stoiser, stellv. Pressesprecher(in), Reinhardtstr. 13, 10117 Berlin, Telefon: 030 2844476
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