Pressemitteilung | Deutscher Städtetag - Hauptgeschäftsstelle Berlin

Deutscher Städtetag: Verlängerung des Lockdowns ist richtig / Klare Signale für Perspektive bei nächstem Treffen nötig

(Berlin) - Statement von Burkhard Jung, Präsident des Deutschen Städtetages und Leipziger Oberbürgermeister, für die Rheinische Post, zu Ergebnissen des Bund-Länder-Gesprächs über eine Verlängerung des Corona-Lockdowns

"So hart die Maßnahmen auch sind: Die Städte halten es für richtig, den Lockdown fortzusetzen, damit die Zahl der Neuinfektionen nachhaltig sinkt. Dazu müssen wir die Kontakte untereinander weiter so gering wie möglich halten. Besonders schwierig ist die Lage in den Krankenhäusern. Sie kommen durch die steigenden Zahlen schwererkrankter Corona-Patienten vor allem auf den Intensivstationen an ihre personellen Grenzen.

Bei den Kontaktbeschränkungen darf es keine Tabus geben. In der aktuellen Ausnahmesituation sollten auch an Schulen und Kitas die Kontakte so gering wie möglich gehalten werden. Die Länder fordern wir auf, verbindliche Regelungen für die Notbetreuung zu erlassen. Und sobald es der Infektions- und Gesundheitsschutz zulassen, sollten Schulen und Kitas dann wieder geöffnet werden. Denn Schule und Kita sind nicht nur Orte des Lernens und der Betreuung, sondern auch Orte des sozialen Miteinanders.

Es sind nicht kalte Temperaturen, die diesen Winter hart machen, sondern das Virus. Die Maßnahmen des Lockdowns sollten so lange nicht gelockert werden, bis ein stabiler Abwärtstrend der Neuinfektionen in ganz Deutschland erkennbar ist. Unser aller Geduld, unser Durchhaltevermögen ist noch einmal gefordert. Wir brauchen diese Geduld, damit wir durch den Winter kommen. Und damit wir anschließend sagen können: Wir haben das Virus einigermaßen in Schach gehalten und Schlimmeres verhindert.

Allerdings brauchen die Menschen in absehbarer Zeit auch eine Perspektive. Dazu muss es von Bund und Ländern bei ihrem nächsten Treffen klare Signale geben. Die Impfungen machen Hoffnung. Doch das allein wird nicht reichen. Wenn die Menschen bei den Beschränkungen jetzt weiter mitmachen, setzen sie natürlich auch auf Lockerungen, sobald sich die Lage deutlich verbessert."

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Städtetag Volker Bästlein, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Hausvogteiplatz 1, 10117 Berlin Telefon: (030) 377110, Fax: (030) 37711999

(ds)

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