Pressemitteilung | Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e.V. (ZDB)
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Deutsches Bau- und Ausbaugewerbe positiv gestimmt / Nachfrageentwicklung noch verhalten / Konsolidierung der Baukonjunktur erwartet / Ein Viertel der Unternehmen im Bauhauptgewerbe planen Neueinstellungen

(Berlin) - Die Bundesvereinigung Bauwirtschaft, der Zusammenschluss des Deutschen Bau- und Ausbauhandwerks, stellte in seiner Pressekonferenz heute (27. Juni 2006) positive Entwicklungen für das Bau- und Ausbaugewerbe fest.

Bauinvestitionen
Die Bauinvestitionen lagen im ersten Quartal 2006 mit 43,6 Milliarden Euro um 2,1 Milliarden Euro (5,1 Prozent) über dem Volumen des Vorjahreszeitraums. Dazu merkte der Vorsitzende der Bundesvereinigung Bauwirtschaft, Heinz Werner Bonjean an, dass "diese aufwärtsgerichtete Entwicklung bei den Bauinvestitionen jedoch vor dem Hintergrund des äußerst niedrigen Vorjahresvolumens bewertet werden müsse". Die Stimmung hat sich in vielen Unternehmen gebessert. Bonjean: "Nach all den Jahren der Negativentwicklungen wollen wir Anzeichen der positiven Art nicht klein reden, allerdings auch nicht in ihrer Gesamtwirkung überzeichnen."

Auftragseingänge
Bei den Auftragseingängen im Bauhauptgewerbe wird in den ersten vier Monaten dieses Jahres das Vorjahr um 1,1 Milliarden Euro übertroffen (+ 9,3 Prozent). Die Verbesserung der Baunachfrage trifft vor allen Dingen für Hochbauleistungen zu. Sie liegen im Westen um 9,3 Prozent und im Osten um 11,8 Prozent über den Vorjahreswerten.

Für den Tiefbau ging in den westdeutschen Betrieben ein um 11,4 Prozent höheres Auftragsvolumen ein, in den ostdeutschen Betrieben nahmen die Aufträge lediglich um 2,2 Prozent zu. Für die Unternehmen des Ausbauhandwerks verbesserte sich die Auftragsentwicklung ebenfalls.

Beschäftigung
Die zunehmend positivere Einschätzung der Auftragsentwicklung wirkt sich im Bauhauptgewerbe auch positiv auf die Beschäftigungsaussichten aus. So wollen im Bauhauptgewerbe künftig 23 Prozent der westdeutschen und 34 Prozent der ostdeutschen Betriebe mehr Mitarbeiter beschäftigen.

Im Ausbaugewerbe schlagen die Erwartungen an eine günstigere Auftragssituation weniger auf eine zunehmende Beschäftigung durch. Hier soll vielmehr auf Entlassungen verzichtet werden können.

Umsatz
Die Umsatzentwicklung zeigte sich in den ersten drei Monaten dieses Jahres noch schwach. So verfehlten die Betriebe des Bauhauptgewerbes das Volumen des Vorjahreszeitraums um 0,9 Prozent. Im Ausbauhandwerk konnten die Betriebe ihre Umsätze geringfügig um 0,4 Prozent ausweiten.

Prognose
Nach Einschätzung im Konjunkturbericht Frühjahr 2006 für das Handwerk wird sich die verhaltene Entwicklung in den nächsten Monaten fortsetzen. So erwarten knapp 80 Prozent der Betriebe des Bauhauptgewerbes ein gleichbleibendes oder steigendes Umsatzvolumen. Im Ausbau äußern sich 79 Prozent der westdeutschen bzw. 73 Prozent der ostdeutschen Betriebe in diesem Sinne.

Bonjean: "Wir gehen davon aus, dass die Umsätze im Bauhauptgewerbe auf dem Niveau des Vorjahres verharren werden, wogegen sie im Ausbaugewerbe wohl um 1 Prozent zunehmen werden." Die Zahl der Beschäftigten dürfte im Baugewerbe insgesamt noch einmal um 1 bis 1,5 Prozent zurückgehen. Zur konjunkturellen Entwicklung sagte Bonjean abschließend: "Alles in allem scheint am Bau eine Konsolidierung der konjunkturellen Entwicklung möglich zu sein."

Quelle und Kontaktadresse:
Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e.V. (ZDB) Dr. Ilona K. Klein, Leitung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Kronenstr. 55-58, 10117 Berlin Telefon: (030) 203140, Telefax: (030) 20314419

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