Pressemitteilung | Deutsches Kinderhilfswerk e.V.
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Deutsches Kinderhilfswerk: Reform des Kinderzuschlages bringt keinen Durchbruch bei der Bekämpfung von Kinderarmut!

(Berlin) - Kürzlich wurde es beschlossen: der Kinderzuschlag wird erhöht. Dazu erklärt der Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes Thomas Krüger: „ Zwar begrüßen wir die Erhöhung des Kinderzuschlages, allerdings sind die bürokratischen Hürden für die Beantragung noch immer hoch, und es ist zu befürchten, dass viele Berechtigte nicht erreicht werden. So ist der Kinderzuschlag kosmetische Korrektur. Weitere Maßnahmen müssen folgen, die auch Familien außerhalb der neu festgelegten Mindest- und Höchsteinkommensgrenzen erreichen. Nur eine radikal reformiertes Steuer- und Sozialrecht, das die Schlechterstellung von Familien mit Kindern behebt, wird einen Ausweg bahnen. Grundsätzlich müssen wir unser Augenmerk darauf richten, den Generationenvertrag nach beiden Seiten gerecht zu gestalten, damit auch unsere Kinder eine lebenswerte Perspektive haben“.

Im August 2007 vermeldeten das Deutsche Kinderhilfswerk und andere Wohlfahrtsorganisationen, gestützt auf die Zahlen des Bremer Institutes für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe, einen neuen Höchststand von

2,5 Millionen Kindern in Armut. Knapp ein dreiviertel Jahr später ist – trotz guter Konjunktur und gesunkener Arbeitslosigkeit - keine Trendwende in Sicht.

„Ein weiteres dreiviertel Jahr einen Höchststand an Kinderarmut hinzunehmen, ist unverantwortlich, damit nehmen wir zudem nachhaltige Folgeprobleme für die Bildung und Gesundheit unserer Kinder in Kauf“, so Krüger weiter.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutsches Kinderhilfswerk e.V. Michael Kruse, Pressesprecher Leipziger Str. 116-118, 10117 Berlin Telefon: (030) 3086930, Telefax: (030) 2795634

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