Deutsches Verkehrsforum zum EU-Aktionsplan Telematik: Standardisierung ja - Kostentreiber nein!
(Berlin) - Das Deutsche Verkehrsforum fordert von der Europäischen Kommission, sich bei der Umsetzung des Aktionsplans "Verkehrstelematik" (ITS Action Plan) auf technische Themen und Standards zu beschränken und Mobilität nicht zu verteuern.
Dr. Florian Eck, stellvertretender Geschäftsführer des Deutschen Verkehrsforums: "Wir sind froh darüber, dass die Europäische Kommission mit einer konzertierten Aktion den gordischen Knoten bei Standardisierung und Marktentwicklung von Telematikanwendungen durchschlagen möchte. Die Maßnahmen des EU-Aktionsplans müssen sich dann aber auch auf die technischen Themen und die Beseitigung von Markthemmnissen konzentrieren."
Gegenüber den ersten Entwürfen sind in dem vorliegenden Telematik-Plan einige Kostentreiber wie z.B. neue Konzepte für den kürzlich eingeführten digitalen Tachografen oder die Erweiterung der Eurovignetten-Richtlinie nicht mehr enthalten. "Ein Dorn im Auge ist uns jedoch immer noch der Vorschlag zur City-Maut", so Eck. Derartige Maßnahmen belasten Bürger und Unternehmen zusätzlich und erhöhen damit die Transportkosten auch für den Endkunden.
Die Europäische Kommission will mit dem EU-Aktionsplan für "Intelligent Transport Systems" (ITS) die Entwicklung und Einführung von Telematiklösungen im Verkehrsbereich beschleunigen. Einheitliche europäische Ansätze zum Telematikeinsatz sollen schneller zu Stauvermeidung, besserer Infrastrukturnutzung und Verkehrslenkung sowie höherer Verkehrssicherheit führen. Wesentliche Maßnahmen des ITS-Action-Plans sind unter anderem Verkehrsinformations- und -managementsysteme und die papierlose, also elektronische, Begleitung der Lieferkette.
Erheblichen Untersuchungsbedarf sieht Eck darin, welche Geschäftsmodelle für Kunden überhaupt interessant und bezahlbar sind: "Dieser Herausforderung muss sich die EU-Kommission stellen und die Nutzerbedürfnisse berücksichtigen."
Quelle und Kontaktadresse:
Deutsches Verkehrsforum e.V.
Ingrid Kudirka, Leiterin, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Klingelhöferstr. 7, 10785 Berlin
Telefon: (030) 2639540, Telefax: (030) 26395422
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