DGB legt Entwurf für neues Berufsbildungsgesetz vor
(Berlin) - Nach Auffassung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) gehen die Vorschläge der Bundesregierung zur Modernisierung der Berufsbildung, die am Donnerstag (28. Oktober) in erster Lesung im Bundestag beraten werden, nicht weit genug. DGB-Vorstandsmitglied Ingrid Sehrbrock hat deshalb am Mittwoch (27. Oktober) in Berlin einen eigenen Entwurf zur Reform des Berufsbildungsgesetzes vorgelegt.
"Die Vorschläge der Bundesregierung beinhalten eine Reihe positiver Ansätze. Aber wenn wir unser Berufsbildungssystem wirklich zukunftssicher machen wollen, braucht das Gesetz mehr Biss", sagte Sehrbrock. So sollten verbindliche Qualitätsstandards für die Aus- und Weiterbildung in das Gesetz aufgenommen werden. "Dies könnte durch Auditierung und ein zertifiziertes Qualitätsmanagement geschehen", so das DGB-Vorstandsmitglied.
Darüber hinaus empfiehlt der DGB dem Gesetzgeber und der Föderalismuskommission eindringlich, das Prinzip bundesweit einheitlicher und anerkannter Ausbildungsberufe zu erhalten. Nur so werde die Mobilität der Beschäftigten gewährleistet und den Betrieben die Sicherheit vergleichbarer Ausbildungsstandards gegeben.
"Außerdem brauchen wir Ordnung im Weiterbildungsdschungel. Heute gibt es mehr als 2000 unübersichtliche Fortbildungsregelungen, die nicht einmal bundesweit bekannt sind und schon gar keine bundesweite Geltung haben. Dieses Dickicht muss konsequent strukturiert und geregelt werden, Fortbildungsabschlüsse müssen künftig bundesweit gelten. Dies führt zu mehr Transparenz und Qualität auf dem Weiterbildungsmarkt und somit zu mehr Verbraucherschutz", sagte Sehrbrock.
Als Beispiele positiver Ansätze der Bundesregierung, die jedoch weiterentwickelt werden sollten, nannte Sehrbrock die internationale Öffnung des dualen Systems durch die Möglichkeit, Teile der Ausbildung im Ausland zu absolvieren, die Modernisierung des Prüfungsrechts durch neue Prüfungsmethoden, sowie neue Einstiegswege für Jugendliche mit schlechten Startchancen.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)
Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin
Telefon: 030/24060-0, Telefax: 030/24060324
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