Pressemitteilung | Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) - Bundesvorstand
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DGB schlägt Sofortmaßnahme für 50.000 neue Ausbildungsplätze vor

(Berlin) - Für das laufende Ausbildungsjahr zeichnet sich erneut eine wachsende Ausbildungsplatzlücke ab. Immer mehr Bewerber versuchen auf einem sich weiter verkleinernden Ausbildungsstellenmarkt einen Ausbildungsplatz zu ergattern. Das geht vor allem auf Kosten der jungen Menschen, die als Altbewerber in den Folgejahren immer schlechtere Chancen auf eine richtige Ausbildung haben. Jeder zweite junge Mensch sucht schon länger als ein Jahr einen Ausbildungsplatz.

In der augenblicklichen Drucksituation brauchen wir ein kurzfristig wirkendes Sofortprogramm, um den Ausbildungsstellenmarkt spürbar zu entlasten. Der DGB schlägt die Schaffung von 50.000 außerbetrieblichen Ausbildungsplätzen vor. Dazu erklärten die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock und die Arbeitsmarktexpertin des DGB, Annelie Buntenbach, am Dienstag in Berlin:

„Ausbildung ist Sache und Verpflichtung der Unternehmen. Der DGB hält deshalb weiter an einer möglichst branchenbezogenen Ausbildungsplatzumlage fest. Um den jungen Menschen in ihrer aktuellen Situation zu helfen, müssen aber alle vorhandenen Spielräume für mehr Ausbildung genutzt werden.

Der DGB schlägt dazu ein Sofortprogramm vor, mit dem noch in diesem Jahr bis zu 50.000 zusätzliche außerbetriebliche Ausbildungsplätze geschaffen werden können. Ausbildungswillige Unternehmen sollen durch Verbundausbildung und ausbildungsbegleitende Hilfen gefördert werden. Die außerbetrieblichen Ausbildungsplätze dürfen aber nicht als Schmalspurausbildung konzipiert sein und müssen daher starke Praktikumsanteile erhalten.

Die Kosten eines solchen Sofortprogramms von rund 650 Millionen Euro pro Ausbildungsjahr sind von BA, Bund und Ländern gemeinsam zu tragen. Für die Anschubfinanzierung sollte die BA in diesem Jahr mit einem Teil ihres zu erwartenden Überschusses einspringen. Zusätzlich sollten nicht genutzte Mittel aus dem SGB II (Hartz IV) für mehr Ausbildung eingesetzt werden. Die BA darf aber nicht zum Ausfallbürgen für die Untätigkeit der Arbeitgeber gemacht werden. Das Sofortprogramm soll eine Initialzündung sein und kann nicht dauerhaft über Mittel der BA finanziert werden.“

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Bundesvorstand Hilmar Höhn, Leiter, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin Telefon: (030) 24060-0, Telefax: (030) 24060324

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