DGV Bayern startet Protestkampagne gegen die geplante Absenkung der Sofort-Abschreibungs-Grenze geringwertiger Wirtschaftsgüter (GwG) auf 100 Euro / Unternehmer-Protest: Mittelstand sagt Nein zu noch mehr Steuerbürokratie
(München) - Geht es nach dem Willen der Merkel-Regierung, dann dürfen selbständig nutzbare geringwertige Wirtschaftsgüter ab dem 1. Januar 2008 nur noch bis zu einem Anschaffungspreis von unter 100 Euro im Jahr des Kaufs vollständig abgeschrieben werden. Die seit den 60er Jahren gültige Grenze von 410 Euro (vorher 800 DM) fällt damit der Unternehmenssteuerreform zum Opfer.
Verbandspräsident Professor Fritz Wickenhäuser: Die unverzichtbare Reform der Unternehmenssteuern macht nur dann wirklich Sinn, wenn sie nicht auf Kosten der kleinen und mittleren Unternehmen finanziert wird. Wir fordern unsere 22.000 Mitgliedsunternehmen daher auf, gegen diese neue Form der Steuerbürokratie schriftlich zu demonstrieren.
Stimmt das Parlament den Plänen der Bundesregierung zu, so muss künftig jede Bohrmaschine und jedes Faxgerät ab 100 und bis 1.000 Euro Anschaffungspreis in einen Sammelposten aufgenommen und über fünf Jahre hinweg gleichmäßig abgeschrieben werden. Der damit verbundene bürokratische Mehraufwand in den Unternehmen von erwarteten 180 Millionen Euro pro Jahr wird zur Gegenfinanzierung der Unternehmenssteuerreform billigend in Kauf genommen. So erwartet sich das Bundesfinanzministerium aus diesem Schritt durchschnittliche Mehreinnahmen von jährlich 905 Millionen Euro.
Der großen Koalition fehlt die innere Einigkeit, Kraft und Entschlossenheit für eine mutige Reform der Unternehmenssteuern, die für große, mittlere und kleine Unternehmen die Wettbewerbschancen verbessert. Die Rechnung dafür soll an den Job- und Ausbildungsmotor Mittelstand geschickt werden. Da machen wir nicht mit, stellt Wickenhäuser abschließend fest.
Sämtliche Informationen zur Kampagne Nein zu mehr Steuerbürokratie! wie O-Töne betroffener Unternehmer, einen Musterbrief zum schriftlichen Protest, eine eigene Karikatur sowie die Darstellung der steuerlichen Fakten finden Sie auf www.bds-bayern.de/unternehmerprotest.
Quelle und Kontaktadresse:
BDS-DGV Bund der Selbständigen - Deutscher Gewerbeverband, Landesverband Bayern e.V.
Pressestelle
Schwanthalerstr. 110, 80339 München
Telefon: (089) 540560, Telefax: (089) 5026493
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