Die Botschaft des Windes / Klimaschutz muss Aufgabe Nr. 1 werden
(Berlin) - Angesichts der bereits absehbaren katastrophalen Auswirkungen des Orkans Kyrill, der im Augenblick über Mitteleuropa hinwegfegt, verlangte heute (18. Januar 2006) in Berlin der Deutsche Naturschutzring (DNR) von der Bundesregierung, den Klimaschutz zur Aufgabe Nummer 1 zu machen. DNR-Präsident Hubert Weinzierl rief Bundeskanzlerin Angela Merkel als derzeitige EU-Ratspräsidentin auf, die Botschaft des Windes ernst zu nehmen.
Angesichts der gewaltigsten Veränderungen seit der Eiszeit forderte der DNR eine Doppelstrategie. Einmal muss der Prozess der Erwärmung zumindest verlangsamt werden, zum anderen ist eine Strategie erforderlich, um die katastrophalen Folgen der Klimaveränderung zu lindern. Vorrangiges Ziel der deutschen Präsidentschaft von EU und G 8 muss nach Auffassung des DNR die Durchsetzung eines zukunftsweisenden Energiekonzeptes sein. Ein solches Konzept muss für Europa ein CO2-Minderungsziel bis 2020 auf der Basis 1990 von mindestens 30 Prozent enthalten, und zwar ohne Atomstrom. Für Deutschland ist eine CO2-Reduzierung von mindestens 40 Prozent vorzusehen. Entscheidende Voraussetzung hierfür ist die Durchsetzung einer Energieeffizienzstrategie mit dem Ziel, den Energieverbrauch pro Jahr um 3 Prozent zu reduzieren. Bis 2020 könnte auf diese Weise der heutige viel zu hohe Energieverbrauch nahezu halbiert werden. Die restliche Energieversorgung kann dann vorwiegend mit erneuerbaren Energien erfolgen.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Naturschutzring Dachverband der deutschen Natur- und Umweltschutzverbände e.V. (DNR)
Pressestelle
Am Michaelshof 8-10, 53177 Bonn
Telefon: (0228) 359005, Telefax: (0228) 359096
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