Pressemitteilung | Deutscher Hochschulverband (DHV)
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Die Preisträger 2026 / Gala der Deutschen Wissenschaft in Berlin

(Bonn/Berlin) - Professor Dr. Kai Fischbach, Marian Grau, Professor Dr. Dr. h.c. Stefan M. Maul, Dr. Manja Schüle und Professorin Dr. Anne Lene Seidler sind dieses Jahr die Persönlichkeiten, die auf der „Gala der Deutschen Wissenschaft“ am 23. März 2026 im Konzerthaus in Berlin ausgezeichnet worden sind. Außerdem wurde die Klaus Tschira Stiftung als „Wissenschaftsstiftung des Jahres“ geehrt.

Im Rahmen einer glanzvollen Festveranstaltung würdigten vor 300 Gästen aus Hochschule, Politik und Gesellschaft der Deutsche Hochschulverband (DHV) und das Deutsche Studierendenwerk (DSW) Marian Grau als „Student des Jahres 2026“. Der Informatikstudent an der Universität Konstanz beeindruckt durch seinen außergewöhnlichen Einsatz für Familien mit schwerstbehinderten Kindern. Vom frühen Verlust seines eigenen Bruders geprägt, engagiert sich Grau als Botschafter des Deutschen Kinderhospizvereins e.V. sowie als Pate des Vereins Philip Julius e.V., den das Journalistenehepaar Katrin und Jörg Eigendorf gegründet hat. Dort hat er mit dem Programm „Von Geschwistern für Geschwister“ ein bundesweit einzigartiges Leuchtturmprojekt initiiert, bei dem er auf Grund seiner eigenen Familiengeschichte als Organisator und Mentor für Jugendliche in ähnlichen Lebenslagen wirkt. Der vom DHV und DSW ausgelobte Preis ist mit einem Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro versehen, das der Stifterverband z ur Verfügung stellt.

Academics – das von der ZEIT und der vom DHV herausgegebenen Zeitschrift „Forschung & Lehre“ getragene Online-Karriereportal für Wissenschaft, Forschung, Öffentliches und Gesellschaft – zeichnete Professorin Dr. Anne Lene Seidler als „Nachwuchswissenschaftlerin des Jahres" aus. Der Preis ist ebenfalls mit 5.000 Euro dotiert. In vergleichenden Studien wertet die Lehrstuhlinhaberin für interdisziplinäre Forschung zu Health Equity im Kindes- und Jugendalter an der Universitätsmedizin Rostock globale Datensätze aus, um Ungleichheiten in der medizinischen Versorgung junger Menschen gezielt zu verringern. Neben ihrer Forschung engagiert sie sich auch noch aktiv für die Frauenförderung in der Wissenschaft, insbesondere durch Mentoring-Programme für junge Wissenschaftlerinnen.

Professor Dr. Dr. h.c. Stefan Maul wurde vom DHV die Auszeichnung „Hochschullehrer des Jahres“ verliehen. Der Preis, der mit Unterstützung des ZEIT-Verlags Gerd Bucerius GmbH & Co. KG vergeben wird, ist mit 10.000 Euro dotiert. Der Assyriologe an der Universität Heidelberg leitet seit 2019 im Auftrag der irakischen Regierung Forschungsarbeiten zu den Ruinen des antiken Ninives in Mosul. Gemeinsam mit irakischen Partnern und Behörden entwickelt sein Team unter schwierigsten Bedingungen Konzepte, um das vorislamische Kulturerbe für nachfolgende Generationen zu erschließen, zu präsentieren und zu schützen. Durch sein Engagement trägt Maul maßgeblich zur Wiederbelebung der irakischen Altertumswissenschaften bei. Die durch seine Arbeit ermöglichte Rückbesinnung auf das gemeinsame mesopotamische Erbe fördert die Identitätsstiftung sowie die Versöhnung der ethnisch und religiös gespaltenen Bevölkerung im Irak. Indem Maul die Leistungsfähigkeit vermeintlich kleiner Fächer unterstreic ht, hat er sich in herausragender Weise um das öffentliche Ansehen des Berufsstands der Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer verdient gemacht.

Professor Dr. Kai Fischbach, Präsident der Universität Bamberg, wurde erstmals mit der Auszeichnung „Präsident des Jahres“ geehrt, die der DHV bereits zum achtzehnten Mal vergibt. Der Wirtschaftsinformatiker wurde in einer Umfrage unter den Mitgliedern des Verbands ermittelt, in der die Kompetenzen und Fähigkeiten der Rektorinnen und Rektoren bzw. Präsidentinnen und Präsidenten der wissenschaftlichen Hochschulen Deutschlands auf den Stufen 1 („ideale Besetzung“) bis 6 („denkbar schlechteste Besetzung“) beurteilt wurden.

Ebenfalls eine Premiere feierte Dr. Manja Schüle, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, als „Wissenschaftsministerin des Jahres“. Auch sie wurde in einer Umfrage unter den Mitgliedern des Verbands ermittelt, in der die Kompetenzen und Fähigkeiten der Wissenschaftsministerinnen und Wissenschaftsminister in Bund und Ländern ebenfalls auf den Stufen 1 („ideale Besetzung“) bis 6 („denkbar schlechteste Besetzung“) bewertet wurden.

Neben den genannten Persönlichkeiten zeichneten die vom DHV gegründete Deutsche Universitätsstiftung und der Stifterverband die „Klaus Tschira Stiftung“ (KTS) als „Wissenschaftsstiftung des Jahres“ aus. Die Stiftung, die im Jahr 1995 vom Physiker und SAP-Mitbegründer Klaus Tschira gegründet wurde, zählt heute zu den bedeutendsten privaten Förderern Deutschlands. Ihr Fokus liegt auf den Fächern Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften und der Wissenschaftskommunikation. Für ihr breit gefächertes Förderportfolio entlang der gesamten Bildungskette und ihr innovatives, wirkungsorientiertes Fördermodell wurde ihr die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung zugesprochen. Als Brückenbauerin zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit setzt die KTS Maßstäbe, an denen sich andere Stiftungen, Stifterinnen und Stifter orientieren können.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Hochschulverband (DHV), Rheinallee 18-20, 53173 Bonn, Telefon: 0228 9026666

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