Dienstleister fordern: Arbeitslosengeld II absenken und befristen
(Berlin) - Die Regierungskoalition sollte nach Meinung des größten deutschen Dienstleisterverbandes, AWM, das Arbeitslosengeld absenken, zeitlich befristen und das Sachleistungsprinzip einführen, um mehr Beschäftigung zu erzielen.
"Die Anhebung des Arbeitslosengeldes Ost auf das Niveau des Westens senkt die Anreize zur Arbeitsaufnahme weiter. Im Osten ist der Abstand zwischen Arbeitslosengeld und Arbeitseinkommen bereits heute viel zu gering. Besser wäre es, in einem ersten Schritt das Arbeitslosengeld West auf Ostniveau anzupassen", kritisiert AWM-Präsident Werner Küsters.
Küsters plädiert darüber hinaus für eine zeitliche Begrenzung des Arbeitslosengeldes II auf 12 Monate. "Wenn ein Arbeitsloser weitere Unterstützung benötigt, muss er sie erneut beantragen und gleichsam den Nachweis erbringen, dass er sich in den letzten Monaten redlich um Arbeit bemüht hat. Wenn er das nicht kann, sollte sich die weitere staatliche Hilfe auf Erstattung der Mietkosten und Gewährung von Sachleistungen beschränken."
Arbeit sei durchaus vorhanden, insbesondere im Niedriglohnbereich für ungelernte Arbeitnehmer. "Viele Unternehmer machen die Erfahrung, dass sie kein Personal für Handlangertätigkeiten finden, weil die dafür angemessenen Löhne den Arbeitssuchenden zu gering sind. Die Erfahrung mache ich zur Zeit auch im eigenen Betrieb, wo ich mehrere solcher Stellen nicht besetzen kann", so Küsters.
"Wir brauchen keinen Kombilohn als Hilfsinstrument, sondern eine ordnungspolitisch klar auf Arbeit ausgerichtete staatliche Hilfsstruktur. Nur das kann die Arbeitslosigkeit von ungelernten Kräften nachhaltig senken", fordert Küsters.
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Aktionsgemeinschaft Wirtschaftlicher Mittelstand e.V. (AWM)
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