Dienstleistungsbranchen blicken verhalten optimistisch in das nächste Jahr
(Berlin) - Die Mitgliederbefragung anlässlich des 2. Deutschen Dienstleistungstages hat ergeben, dass die Dienstleistungsbranchen teils optimistisch, teils skeptisch in die Zukunft blicken. Größte Unsicherheit ist die staatliche Regulierung.
Die Branchenverbände geben uns ein gemischtes Bild der Geschäftserwartung in der Dienstleistungswirtschaft, erklärt Werner Küsters, Präsident des Bundesverbands der Dienstleistungswirtschaft (BDWi).
Vor allem die unternehmensnahen Dienstleister erwarteten eine positive Geschäftsentwicklung. Dies gelte für die Zeitarbeitsunternehmen ebenso wie für den Elektronik-Großhandel und für das Wach- und Sicherheitsgewerbe. Allerdings hängt dies teilweise davon ab, wie sich die gesetzlichen Regeln entwickeln. Eine Einschränkung der Zeitarbeit würde die wirtschaftlichen Vorzeichen dort umkehren. Im Wach- und Sicherheitsgewerbe wird die Höhe des geplanten Mindestlohnes entscheidend sein. Allgemein werden 7,50 Euro als zu hoch empfunden, so Küsters.
Die Versicherungs- und Finanzdienstleister erwarteten für das kommende Jahr ein negatives Umfeld. Nicht nur die bürokratischen Belastungen durch die neuen gesetzlichen Informationspflichten schlagen zu Buche, sondern auch das Internetgeschäft der Versicherungskonzerne belastet den traditionellen Vertrieb.
Die sozialen Dienstleistungen böten eher ein gemischtes Bild. Während die privaten Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe aufgrund fehlender Ausgaben der Kommunen eher skeptisch in die Zukunft blickten, erwarteten die ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen eine positive Entwicklung: Der Pflegemarkt wird weiter wachsen. Die Pflegereform ist darüber hinaus ein zusätzliches Signal für die Branche, so Küsters.
Die mittelständisch geprägten Gesundheitsdienstleister, wie etwa die Zahntechniker, seien weiterhin der Sparwut der Krankenkassen ausgeliefert. Eine Besserung ist hier wohl nicht in Sicht, gibt Küsters die dort vorherrschende Lage wieder.
Die traditionellen Freizeitbranchen seien auch im nächsten Jahr starker Konkurrenz über das Internet ausgesetzt. Das gilt für die Videotheken ebenso wie für das Glücksspiel und die Unterhaltungsautomaten, erläutert Küsters. Gleichwohl wolle man diese Konkurrenz offensiv angehen und blicke daher optimistisch in die Zukunft.
Im grünen Sektor, dem Gartenbau und bei den Baumschulen sind die Erwartungen positiv. Die gute Nachfrage wird sich auch im nächsten Jahr fortsetzen, dies gelte insbesondere auf Grund der stabilen Nachfrage im privaten Sektor.
Positive Erwartungen überwiegen auch bei den Kfz-Dienstleistern. Das gilt für die freien Kfz-Händlern und die freien Tankstellen. Aufgrund der steigenden Energiepreise werden die Verbraucher auch weiterhin verstärkt bei den preisgünstigeren freien Tankstellen tanken.
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi)
Markus Guhl, Bundesgeschäftsführer
Universitätsstr. 2-3a, 10117 Berlin
Telefon: (030) 288807-0, Telefax: (030) 288807-10
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