Dienstleistungswirtschaft fordert: Mehrwertsteuermehreinnahmen für Senkung der Lohnnebenkosten verwenden
(Berlin) - Die Mehrwertsteuererhöhung hat viele Dienstleistungen stark verteuert. Der Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft fordert die Senkung der Lohnnebenkosten durch einen Teil der höheren Mehrwertsteuereinnahmen.
In der Dienstleistungswirtschaft zeigt sich die schädliche Auswirkung der Mehrwertsteuererhöhung. Die Bundesbank hat die Verteuerung vieler Dienstleistungen nachgewiesen. Gerade bei einfachen Tätigkeiten verschärft sich auf diese Weise der Konkurrenzkampf mit der Schwarzarbeit, kritisiert der Präsident des BDWi, Werner Küsters.
Viele Unternehmen würden trotz der Preissteigerungen einen Teil der Mehrwertsteuererhöhung selber tragen. Eine völlige Umwälzung der Mehrbelastung auf den Kunden ist angesichts der Marktlage undenkbar. Das setzt die Unternehmen unter zusätzlichen Druck, so Küsters weiter.
Die Politik solle nun redlich sein und die konjunkturbedingten Mehreinnahmen aus der Mehrwertsteuer in die Senkung der Lohnnebenkosten investieren: Wir dürfen nicht vergessen, dass die Entlastung der Lohnnebenkosten die ursprüngliche Rechtfertigung für die Mehrwertsteuererhöhung war. Wenigstens müssen die Lohnnebenkosten kurzfristig unter die vierzig Prozentmarke gesenkt werden, fordert Küsters.
Mittelfristig, so Küsters, sollten Dienstleistungen nur noch mit dem halben Mehrwertsteuersatz belastet werden: Die Europäische Union sieht grundsätzlich diese Möglichkeit vor. Deutschland sollte diese Chance nutzen. Damit würde legale Arbeit im Dienstleistungsbereich erheblich billiger. Schwarzarbeit könnte in diesem Bereich dann massiv zurückgedrängt werden. Dies würde zu erheblichen staatlichen Mehreinnahmen führen.
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi)
Markus Guhl, Bundesgeschäftsführer
Universitätsstr. 2-3a, 10117 Berlin
Telefon: (030) 288807-0, Telefax: (030) 288807-10
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