Dienstleistungswirtschaft fordert Mitsprache bei Mindestlohn
(Berlin) - Im Vorfeld des Spitzengesprächs der Koalition zum Mindestarbeitsbedingungsgesetz fordert der Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) ein Mitspracherecht bei der Einführung von staatlichen Mindestlöhnen in den betroffenen Dienstleistungsbranchen.
Von den geplanten staatlichen Mindestlöhnen in der Dienstleistungswirtschaft durch das Mindestarbeitsbedingungsgesetz gehen erhebliche Gefahren aus, warnt BDWi-Präsident Werner Küsters. Wer glaube, ein Mindestlohn von 7 Euro und mehr bliebe ohne Folgen für Wachstum und Beschäftigung, sei auf dem Holzweg. Ein staatlicher Mindestlohn sei deshalb vom Grundansatz her falsch.
Wenn sich der Staat aber trotzdem in die Lohnfindung einmischt, dann kann das nur mit der Dienstleistungswirtschaft geschehen und nicht gegen sie. Der BDWi fordert daher die Koalition auf, das Gesetz so zu gestalten, dass wir Dienstleister gleichberechtigt neben den Gewerkschaften am Verhandlungstisch sitzen, fordert Küsters. Eine Lohnfindung ohne die Wirtschaft sei pures ökonomisches Gift.
Faire Löhne seien eine Sache, Wirtschaftlichkeit eine andere. Es sei richtig, beide Sachverhalte in Einklang zu bringen. Wer aber aus sozialpolitischen Motiven über das Ziel hinausschießt, der wird am Ende erleben, dass der Arbeitsmarkt nach unten verriegelt wird. Und gerade die Dienstleistungsbranchen haben in den vergangenen Jahren geringqualifizierten Menschen Arbeit gegeben, so Küsters. Auch deshalb sei die Mitsprache des BDWi so wichtig.
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi)
Matthias Bannas, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsstr. 2-3a, 10117 Berlin
Telefon: (030) 288807-0, Telefax: (030) 288807-10
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