Dienstleistungswirtschaft fordert Steuerentlastung anstelle sinnloser Konjunkturprogramme
(Berlin) - Die Forderung aus SPD und Gewerkschaften, milliardenschwere Konjunkturprogramme aufzulegen, lehnt der Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) ab. Sinnvoller ist es, die unteren und mittleren Einkommen weiter zu entlasten, um den Konsum zu stärken.
Auch ein Konjunkturprogramm in Höhe von 10 Milliarden Euro wird im Sog der Weltwirtschaft untergehen. Was wir brauchen, ist mehr Netto vom Brutto, um die private Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen anzukurbeln, fordert der Präsident des BDWi, Werner Küsters.
Deshalb sei es richtig, die Einkommensteuer oder die Mehrwertsteuer zu senken, um den Konsum zu stützen: In den letzten Monaten haben steigende Energiekosten den normale und alltägliche Konsum der Mittelschicht massiv beeinträchtigt. Eine Steuerentlastung in Höhe von 10 Milliarden Euro wäre ein deutliches Signal für den Konsum. Dieses Geld würde auch nicht in irgendwelchen Sparstrümpfen verschwinden, so Küsters weiter.
Durch eine solche Maßnahme würden auch die kleinen und mittleren Unternehmen gestützt. Vor allem kleine und mittelständische Dienstleister leben vom heimischen Konsum. Wenn dieser durch Steuersenkungen stimuliert werden kann, wird man die negativen Auswirkungen der Krise in diesem Wirtschaftssegment relativ gering halten können, gibt sich Küsters überzeugt. Dies sei ebenso im Interesse des Wirtschaftsstandorts Deutschland wie das Überleben größerer Industriebetriebe.
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi)
Matthias Bannas, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsstr. 2-3a, 10117 Berlin
Telefon: (030) 288807-0, Telefax: (030) 288807-10
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