Dienstleistungswirtschaft kritisiert Minister Gabriel
(Berlin) - Der Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) unterstützt die Kritik des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung (WBGU) an der Beimischungspflicht von Biokraftstoffen für Benzin und Diesel. Der BDWi fordert außerdem - in Einklang mit dem Wissenschaftlichen Beirat - die Nutzung von Abfällen zur Energiegewinnung zu stärken.
"Umweltminister Gabriel muss die Vorschläge des Wissenschaftlichen Beirats aufgreifen. Ideologische Scheuklappen helfen nicht weiter. Es ist sowohl aus umweltpolitischer Perspektive, als auch aus wirtschaftspolitischer Perspektive sinnlos, die Abholzung der tropischen Regelwälder zu fördern. Ursprünglich konzentrierte sich die Unterstützung auf nachwachsende Rohstoffe, die in Deutschland angebaut wurden. Dieser von der mittelständischen Mineralölwirtschaft entwickelte Wirtschaftssektor ist auf Grund der Änderung von steuerlichen Rahmenbedingungen nicht mehr konkurrenzfähig", macht BDWi-Präsident Werner Küsters deutlich. "Darum muss Beimischungspflicht von Biokraftstoffen für Benzin und Diesel gestoppt oder zumindest deutlich herabgesetzt werden", fordert Küsters.
"Analog verhält es sich mit der energetischen Nutzung von Pflanzen und Pflanzenteilen in Biogasanlagen, die im Rahmen vegetationstechnischer Pflege- und Instandhaltungsarbeiten anfallen. Diese dürfen hinsichtlich der steuerlichen Förderung nicht gegenüber Pflanzen, die auch zur Produktion von Nahrungsmitteln geeignet sind, benachteiligt werden. Das muss beim Erneuerbare-Energien-Gesetz berücksichtigt werden", macht Küsters deutlich.
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi)
Matthias Bannas, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsstr. 2-3a, 10117 Berlin
Telefon: (030) 288807-0, Telefax: (030) 288807-10
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