Pressemitteilung | Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi)
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Dienstleistungswirtschaft lehnt ALG l-Verlängerung ab

(Berlin) - Der Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) kritisiert die Kehrtwende der Bundesregierung bei der Reformpolitik. Die Verlängerung des Arbeitslosengeldes l ist beschlossen, weitere Initiativen sind angekündigt.

„Mit der Senkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung wird der Dienstleistungswirtschaft eine bittere Pille verabreicht. Die Verlängerung des Arbeitslosengeldes l ist maßgeschneidert für ältere, gutverdienende Industriearbeiter. Die Zeche zahlen Arbeitnehmer mit geringerem Einkommen in unsicheren Beschäftigungsverhältnissen“, kritisiert Werner Küsters, Präsident des BDWi.

„Die Behauptung der Union, man würde die Verlängerung nicht aus Beitragsmitteln, sondern aus dem Eingliederungstitel finanzieren, ist Augenwischerei. Der Eingliederungstitel speist sich aus Beiträgen der Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Wenn Gelder aus dem Eingliederungstitel nicht aufgebraucht werden, müssen sie an die Beitragszahler zurückfließen“, stellt Küsters klar.

„Während die Beitragssenkung - die der BDWi ausdrücklich begrüßt – beim nächsten Wirtschaftsabschwung angepasst werden kann, ist die Besserstellung älterer Arbeitnehmer in Stein gemeißelt. Dann müssen die Beiträge zusätzlich erhöht werden, weil die in der letzten Nacht beschlossene Finanzierung dann nicht mehr funktioniert“, so Küsters.

„Der BDWi fordert, den Beitragszahlern ein Wahlrecht einzuräumen. Längere Bezugszeiträume korrespondieren in diesem Fall mit höheren Beitragszahlungen. Das wäre eine gerechte Lösung“, fordert Küsters.

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) Markus Guhl, Bundesgeschäftsführer Universitätsstr. 2-3a, 10117 Berlin Telefon: (030) 288807-0, Telefax: (030) 288807-10

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