Dienstleistungswirtschaft lehnt Konjunkturprogramme ab
(Berlin) - Der Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) warnt davor, Konjunkturprogramme aufzulegen, deren Wirkung vollkommen unbekannt ist. Stattdessen fordert er die Regierung auf, den Bürgern größere finanzielle Spielräume zu gewähren, weil nur davon auch die Dienstleistungswirtschaft profitiere.
Konjunkturprogramme haben der Wirtschaft noch nie genützt. Warum sollte es diesmal anders sein?, äußert der Präsident des BDWi, Werner Küsters.
Als allererste Maßnahme sei jetzt die Kaufkraft der Bürger zu stärken. Die Überlegungen von Wirtschaftsminister Glos seien daher genau die richtigen, so Küsters weiter. Wir sind überrascht, dass selbst die CDU mittlerweile eine umfangreiche Interventionspolitik verfolgt und das Geld beim Staat in besseren Händen sieht als beim Bürger.
Gerade niedrige und mittlere Einkommen würden eine Entlastung bei Steuern und Abgaben sofort in Konsum ummünzen. Die hohe Inflation hat die Budgets in den letzten Monaten strapaziert. Jetzt muss die Regierung den Bürgern wieder Kaufkraft zugestehen, erläutert Küsters.
Im Übrigen seien die Konjunkturprogramme alter Wein in neuen Schläuchen. Küsters: Zum x-ten Mal soll ein Gebäudesanierungs- und Solarprogramm aufgelegt werden. Wer aber kein Geld zum Investieren hat, dem nützt auch nicht das einhunderterste KfW-Kreditprogramm.
Darüber hinaus enge ein Konjunkturprogramm die staatlichen Gelder naturgemäß auf wenige Branchen ein. Die Dienstleistungswirtschaft profitiert dadurch kaum von einem solchen Programm. Dass, obwohl hier in den letzten Jahren die meisten Arbeitsplätze entstanden sind. Auch deshalb sollte das Geld den Bürgern in die Hand gegeben werden, damit sie nach ihren Bedürfnissen Produkte und Dienstleistungen nachfragen können. Und nur das ist nachhaltige Wirtschaftspolitik, so Küsters.
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi)
Matthias Bannas, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsstr. 2-3a, 10117 Berlin
Telefon: (030) 288807-0, Telefax: (030) 288807-10
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