Pressemitteilung | Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV)

Diesel-Affäre: Autofirmen üben sich in Intransparenz

(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband kritisiert die Informationspolitik der mit Betrugsvorwürfen konfrontierten deutschen Automobilunternehmen. Recherchierende Journalistinnen und Journalisten sind nach DJV-Informationen seit Bekanntwerden der sogenannten Diesel- Affäre vor fast zwei Jahren bei Automobilunternehmen immer wieder mit Informationsblockaden konfrontiert. Recherchen werden im Zweifel eher behindert als mit Fakten und Hintergründen angereichert.

DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall findet insbesondere die Reaktionen auf den vom "Spiegel" erhobenen Vorwurf der jahrelangen kartellrechtswidrigen Absprachen zum Teil "verhaltensoriginell": Die enge Zusammenarbeit mit den Wettbewerbern als aktiven Beitrag zu mehr Innovation zum Nutzen der Kunden umzudeuten, sei Werbesprache, aber keine "wirklich zitationsfähige Antwort". Und die von einem anderen betroffenen Autohersteller behauptete "Fortsetzung des Erfolgskurses" unterstreiche den Eindruck, so Überall, dass kritische Recherchen und Veröffentlichungen "am liebsten ignoriert werden". Überall: "Der wichtigste deutsche Industriezweig stellt sich ein kommunikatives Armutszeugnis aus." Die Journalisten dürften nicht müde werden, Licht ins Dunkel der Dieselaffäre zu bringen.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV) Hendrik Zörner Pressesprecher(in) Torstr. 49, 10119 Berlin Telefon: (030) 7262792-0, Fax: (030) 7262792-13

(cl)

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