Pressemitteilung | Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) - Bundesvorstand
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Dietmar Hexel: Vorstandsvergütung und Aufsichtsratsverhalten müssen auf den Prüfstand

(Berlin) - Anlässlich der 3. DAX/MDAX-Konferenz für Arbeitnehmervertreter/innen im Aufsichtsrat, forderte DGB Vorstandsmitglied Dietmar Hexel den Vorsitzenden der Corporate Governance Kommission, Gerhard Cromme, auf, das Thema Vorstandsvergütung und Aufsichtsratsverhalten auf die Tagesordnung zu setzen. Hexel erklärte am Donnerstag (12. Oktober 2006) in Bremen:

„Manager-Desaster wie bei BenQ zeigen, wie wichtig Corporate Governance und Mitbestimmung sind. Gerade in börsennotierten Aktiengesellschaften steigt die Orientierungs- und Ratlosigkeit der Managerelite. Die Irrlehre vom share-holder-value ist eben kein Ersatz für gute Unternehmensführung, die sich an den Bedürfnissen der Kunden und Fähigkeiten der Mitarbeiter orientiert. Jeder Aufsichtsrat hat die Aufgabe, zu dieser Orientierung beizutragen. Mitbestimmung liefert einen zusätzlichen Informationskanal für Aufsichtsrat und Vorstand und bremst zerstörerisches Management durch kurzsichtige Finanzinvestoren aus.

Sowohl bei strategischen Entscheidungen als auch bei Vorstandsvergütungen lassen Aufsichtsräte nicht immer die nötige Sorgfalt walten. Spätestens seit dem Mannesmann-Urteil weiß jeder, dass mehr Sorgfalt nötig ist. Telefonische Abstimmungen oder Entscheidungen ohne Unterlagen über das Schicksal von Unternehmen und Arbeitnehmern darf es nicht geben.

So ist es auch absolut unverständlich, dass die skandalöse Erhöhung der Vergütung für Siemens-Chef Klaus Kleinfeld und seine Vorstände um ein Drittel nicht im Aufsichtsrat, sondern nur in einem Ausschuss behandelt wird. Letztlich entscheiden der Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann und der Siemens-Aufsichtsratsvorsitzende Heinrich von Pierer alleine, was eine angemessene Vergütung ist.

Es ist daher notwendig, die Themen Vorstandsvergütung und Aufsichtsratsverhalten auf die Tagesordnung der Corporate Governance Kommission zu setzen. Dazu fordere ich den Vorsitzenden der Kommission, Gerhard Cromme, nachdrücklich auf.“

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), Bundesvorstand Hilmar Höhn, Leiter, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit Henriette-Herz-Platz 2, 10178 Berlin Telefon: (030) 24060-0, Telefax: (030) 24060324

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