DIHK-Chefvolkswirt Volker Treier zu den Außenhandelszahlen und zur Industrieproduktion im Februar 2008 / Aufschwung nicht zu Ende
(Berlin) - Für einen Abgesang auf die Konjunktur besteht kein Anlass: Die Exportwirtschaft behauptet sich nach wie vor gegen die schlechten Nachrichten seitens der Weltwirtschaft. In den ersten beiden Monaten 2008 gibt es ein sattes Ausfuhrplus im Vergleich zum Vorjahr. Die Schwäche der US-Konjunktur kompensieren die Exportunternehmen durch ihre gute Stellung in den robusten Wachstumsmärkten in den Schwellenländern Asiens, Lateinamerikas und Osteuropas. So legten die Ausfuhren in Länder außerhalb der EU im Vorjahresvergleich um 13,5 Prozent zu. Auch die Exporte in die EU-Mitgliedsländer zeigen sich mit einem Zuwachs von rund sieben Prozent weiterhin robust.
Auch die aktuellen Zahlen zur Industrieproduktion sind ein Beleg dafür, dass der Aufschwung hierzulande nicht zu Ende ist. Insbesondere die Investitionstätigkeit der Unternehmen inklusive der Bauindustrie sind Stützpfeiler der Konjunktur. Dagegen werden die Hoffnungen auf den Inlandskonsum bislang nicht erfüllt (-1,5% gegenüber dem Vormonat). Deutschland sollte nicht auf einen konsumgetriebenen Aufschwung setzen. Deshalb ist es umso wichtiger, den Investitionsstandort Deutschland zu stärken. Denn die Unternehmen betrachten mit Sorge das absehbare Ende der moderaten Arbeitskostenentwicklung im Inland sowie die im Wochentakt verkündeten Fehlentscheidungen in der Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK)
Ute Brüssel, Pressesprecherin
Breite Str. 29, 10178 Berlin
Telefon: (030) 203080, Telefax: (030) 203081000
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