Pressemitteilung | DIHK - Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V.

DIHK-Dienstleistungsreport: Bessere Geschäfte im Dienstleistungssektor erwartet / Beschäftigungsaufbau nur gering

(Berlin) - Die Dienstleistungsbranche blickt wieder zuversichtlich in die Zukunft. Mehrheitlich rechnen die Unternehmen im nächsten Jahr mit einem Anziehen der Nachfrage. Die Beschäftigungspläne halten dagegen nicht Schritt mit den positiven Geschäftserwartungen: Nur vereinzelt wollen die Unternehmen Personal aufstocken. Dies ist das Ergebnis des DIHK-Dienstleistungs-Reports auf der Basis von rund 10.000 Unternehmensantworten.

Besonders optimistisch ist die Versicherungswirtschaft, hier geht jeder zweite Versicherer von besseren Geschäften aus.

Nur vereinzelte Unternehmen planen im Jahr 2004 einen Personalaufbau; die Mehrzahl will jedoch die Beschäftigten halten. Damit übernimmt der Dienstleistungsbereich eine stützende Funktion des Arbeitsmarktes. Die ehemals vorhandene Jobmotorfunktion kann der Dienstleistungsbereich auch im kommenden Jahr nicht wahrnehmen.

In ihren Investitionsplanungen in 2004 verhalten sich die Dienstleister zurückhaltend. Bestehende Kapazitäten werden zunächst ausgelastet, mehrheitlich dienen die Investitionen der Rationalisierung oder dem Ersatzbedarf. Beunruhigend ist, dass der Anteil der Unternehmen, die ihr Investitionsbudget zukünftig erhöhen wollen, mit 16 Prozent sehr gering ist.

Die gegenwärtige Geschäftslage hat sich bei den Dienstleistungs- unternehmen im Laufe des Jahres leicht gebessert. Insgesamt ist das Geschäftsklima bei den Dienstleistern freundlicher als in den anderen Wirtschaftsbereichen Industrie, Bau und Handel. Zwischen den Dienstleisterbranchen zeigen sich jedoch deutliche Stimmungsunterschiede: von enttäuscht bis aufgehellt. Grund zur Euphorie besteht in keiner Branche.

Gute Stimmung herrscht im Herbst 2003 bei den Versicherern und im Kreditgewerbe, da sich die Restrukturierungs- und Rationalisierungsmaßnahmen zunehmend auszahlen. Verbessert hat sich auch die Geschäftslage bei den Anbietern unternehmensbezogener Dienstleistungen. Nach wie vor kritisch präsentiert sich dagegen die Lage in der Verkehrswirtschaft, da das erhoffte Sinken der Kraftstoffpreise nach Ende des Irak-Konfliktes nicht eintrat.

Den DIHK-Dienstleistungsreport finden Sie unter www.dihk.de

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK) Breite Str. 29, 10178 Berlin Telefon: 030/203080, Telefax: 030/203081000

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