Pressemitteilung | DIHK - Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V.
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DIHK-Präsident Braun: Mit neuen Forschungsgeldern Strukturwandel einläuten

(Berlin) - Deutschland darf sich bei Forschung und Entwicklung international nicht abhängen lassen. Davor warnte DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun unter Verweis auf den heute veröffentlichten Bericht zur technologischen Leistungsfähigkeit. Danach werden bereits in den kommenden vier Jahren rund 70.000 zusätzliche Forscher gebraucht, damit der Technologiestandort Deutschland wettbewerbsfähig bleibt. Braun: "Hier muss die High-Tech-Strategie der Bundesregierung ansetzen. Bund und Länder müssen sich beispielsweise verpflichten, die Kapazitäten für die Ausbildung von Nachwuchswissenschaftlern um mindestens ein Drittel aufzustocken."

Zudem sei es u.a. erforderlich, attraktivere Karrieremöglichkeiten zu eröffnen, um Top-Leute hier zu halten oder auch zu einer Rückkehr nach Deutschland zu bewegen. Zudem müssten die Lebens- und Arbeitsbedingungen ausländischer Wissenschaftler hierzulande erleichtert werden, forderte der DIHK-Präsident: "Denn - soviel steht schon jetzt fest - aus eigener Kraft werden wir den enormen Bedarf an Spitzenwissenschaftlern in so kurzer Zeit nicht decken können."

Wie groß der Nachholbedarf ist, den Deutschland in vielen Technologiebereichen schon heute hat, belegt auch das aktuelle Technologiebarometer der Handelskammer Hamburg. Es erfasst alle Patentanmeldungen weltweit. Danach sind wir in vielen Feldern, die die internationale Rangliste erfolgreicher Technologien anführen, gemessen an unserem Anteil an den Patentanmeldungen (18,63 Prozent) nur unterdurchschnittlich vertreten: In Teilbereichen von Medizin-Kosmetikpräparaten mit 11 Prozent, bei elektrischen Digitalrechnern mit 9 Prozent oder bei Halbleitern sogar nur mit 8 Prozent. Braun appellierte deshalb an die Bundesregierung, nicht den Fehler zu machen, "jetzt mit neuen Mitteln doch nur alte Strukturen zu fördern".

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK) Ute Brüssel, Pressesprecherin Breite Str. 29, 10178 Berlin Telefon: (030) 203080, Telefax: (030) 203081000

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