Pressemitteilung | DIHK - Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V.
Anzeige

DIHK-Report zur Unternehmensnachfolge / Mittelstand sucht Lösungen

(Berlin) - Im Mittelstand herrscht großer Bedarf an Lösungskonzepten zur Unternehmensnachfolge. Pro Arbeitstag wenden sich fast 100 Senior-Unternehmer und potenzielle Übernehmer an ihre IHK, um Fragen zur Nachfolge zu klären. Die wichtigsten Erkenntnisse aus mehr als 23.000 IHK-Kontakten im Jahr 2006:

Wenig passende Nachfolger in Sicht!
- Ein Drittel aller Senior-Unternehmer berichten, dass sie keine geeigneten Nachfolger finden. Auch ein Drittel der Existenzgründer, die einen Betrieb übernehmen möchten, findet kein geeignetes Unternehmen.

Herausforderungen häufig unterschätzt!
- 50 Prozent der Senior-Unternehmer unterschätzen den Zeitbedarf einer erfolgreichen Betriebsübertragung. Dieser Prozess beansprucht nach IHK-Erfahrungen mindestens drei Jahre. 36 Prozent können ihr Lebenswerk gedanklich und faktisch zudem nur schwer loslassen. 30 Prozent haben für das Alter keine ausreichende Zusatzvorsorge außerhalb des Betriebes aufgebaut.

- Viele Gründer gehen von einer „Gründung im gemachten Nest“ aus: 38 Prozent unterschätzen die Anforderungen an eine Unternehmensübernahme. 22 Prozent bringen nur teilweise ausreichende Qualifikationen für die anstehende Führungsaufgabe mit. Doch gerade bei langjährig bestehenden Kunden-, Zuliefer- und Mitarbeiterstrukturen braucht die neue Frau oder der neue Mann auf dem Chefsessel viel Fingerspitzengefühl, aber auch Durchsetzungsvermögen.

Große Hürde: Kleines Geld
- 55 Prozent aller Gründer berichten über Schwierigkeiten, die Übernahme des Unternehmens zu finanzieren. Die Verhandlungen zwischen Nachfolgern in spe und Senior-Unternehmern werden oft dadurch erschwert, dass viele Senior-Unternehmer einen überhöhten Kaufpreis fordern (39 Prozent).

Erbschaftssteuer erschwert jede fünfte Unternehmensnachfolge
- 22 Prozent der potenziellen Übernehmer und 19 Prozent der Senior-Unternehmer berichten, dass die abzusehende Erbschaftsteuerbelastung einer Fortführung des Betriebes innerhalb der Familie im Wege steht. Viele Vermögenswerte wie etwa Immobilien stehen zwar wertmäßig in den Büchern; ihnen stehen jedoch keine entsprechenden liquiden Mittel im Unternehmen gegenüber. Auch die Erben verfügen meist nicht über ausreichendes Barvermögen. Dies verdeutlicht den erheblichen politischen Handlungsbedarf bei der Erbschaftsteuer mit Blick auf die Generationenfolge.

IHKs bringen Senior-Unternehmer und Existenzgründer zusammen
- Mehr als 1.100 Unternehmen konnten die IHKs im vergangenen Jahr an einen Nachfolger vermitteln. Vor allem mit Deutschlands größter Internet-Nachfolgebörse „nexxt-change“ bringen IHKs Senior-Unternehmer und Nachfolger zusammen. Aber auch mit der weitergehenden persönlichen Ansprache unter Moderation der IHK - wie dem IHK-Nachfolger-Club oder dem Moderatorenkonzept - helfen IHKs bei der Nachfolgersuche. Im Rahmen der IHK-Jahreskampagne „Chance Unternehmen“ sind diese IHK-Unterstützungsangebote zur Unternehmensnachfolge ein Schwerpunkt.

- Den ausführlichen DIHK-Report Unternehmensnachfolge 2007 finden Sie unter www.dihk.de.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK) Ute Brüssel, Pressesprecherin Breite Str. 29, 10178 Berlin Telefon: (030) 203080, Telefax: (030) 203081000

Logo verbaende.com
NEWS TEILEN:

NEW BANNER - Position 4 - BOTTOM

Anzeige