Pressemitteilung | DIHK - Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V.
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DIHK: WTO - jetzt erst recht!

(Berlin) - Die G6-Handelsminister müssen an den Verhandlungstisch zurückkehren und die Gespräche über multilaterale Freihandelsabkommen umgehend wieder aufnehmen, fordert der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK). DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun: "Das Thema ist zu wichtig, um jetzt einfach aufzugeben - bilaterale oder regionale Freihandelsabkommen wären für den Mittelstand ein Riesenproblem."

Braun betonte, der Erfolg der deutschen Exportwirtschaft beruhe im Wesentlichen auf dem breit aufgestellten unternehmerischen Mittelstand, der durch sein Auslandsengagement auch im Inland Arbeitsplätze schaffe. Ihn würden die administrativen Kosten bei einer Vielzahl unübersichtlicher, individuell ausgehandelter Freihandelsabkommen am meisten belasten. Der DIHK-Präsident weiter: „Wir rechnen damit, dass dann auf die Unternehmen erhebliche Mehrkosten zukommen würden."

Die kaufmännische Kalkulation der Produkte und Vormaterialien sowie die Zollabwicklung würden komplizierter und damit teurer. Insbesondere für kleinere Firmen wären damit Zusatzkosten verbunden, die ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit erheblich belasten. Die Präferenzen, die in bilateralen Abkommen vereinbart wären, brächten den Unternehmen damit keinerlei Vorteile. Aber selbst größere Unternehmen mit starkem internationalem Geschäft müssten zur Abwicklung des gleichen Geschäftsvolumens zusätzliche Mittel und Personal einsetzen, um die unterschiedlichen Zollregime zu kennen und bearbeiten zu können.

Braun forderte stattdessen von allen Teilnehmern der Runde ein Einlenken: "Ich bin überzeugt, mit einem bisschen guten Willen können die inhaltlichen Differenzen überbrückt werden." Gerade in weltwirtschaftlich schwierigen Zeiten komme es auf die neutrale Autorität der WTO als eine der bislang erfolgreichsten multilateralen Organisationen an. Braun: "Nur eine erfolgreiche Einigung auf multilateraler Ebene bringt für alle Seiten Vorteile; bilaterale oder regionale Freihandelsabkommen sind hierzu keine Alternative."

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK) Ute Brüssel, Pressesprecherin Breite Str. 29, 10178 Berlin Telefon: (030) 203080, Telefax: (030) 203081000

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