Pressemitteilung | Deutscher Bauernverband e.V. (DBV)

Dioxingehalte in Eiern aus Freilandhaltung / Deutscher Bauernverband warnt vor Panikmache

(Berlin) - Die jüngste Debatte über erhöhte Dioxingehalte in Eiern aus Freilandhaltung verunsichert Verbraucher wie Legehennenhalter. Dabei ist Panikmache völlig fehl am Platze, erklärte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Gerd Sonnleitner, auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Seit dem Januar dieses Jahres gelten äußerst niedrige Dioxinhöchstgehalte auch für Eier aus Freilandhaltung. Seither wurden in der amtlichen Lebensmittelüberwachung der Bundesländer keine Beanstandungen festgestellt. Die in den Presseberichten verwendeten Daten über erhöhte Dioxinfunde stammen aus alten Untersuchungen der letzten Jahre. Hühner im freien Auslauf nehmen Dioxin mit Bodenpartikeln auf. Dioxineinträge in landwirtschaftlich genutzte Böden können unter anderem aus Stahlwerken und Müllverbrennungsanlagen in der Umgebung stammen oder durch Vulkanismus natürlichen Ursprungs in tonhaltigen Böden sein. Ministerin Künast hat zwar auf europäischer Ebene diese niedrigen Grenzwerte für Freiland, Bodenhaltungs- und Käfigeier durchgesetzt, muss sich aber den Vorwurf gefallen lassen, die deutschen Verbraucher und Legehennehalter nicht rechtzeitig über die mögliche Belastungssituation in den Freilandeiern hingewiesen zu haben. Übereifrige Tierschutzpolitik verstellte offenbar den Blick für die Realitäten im Verbraucherschutz. Eine akute Gefahr besteht angesichts der gefundenen Messwerke offenkundig aber nicht.

Die deutschen Legehennenhalter werden alles ihnen Mögliche tun, um die Dioxineinträge so rasch wie möglich zu senken. Breit angelegte Beprobungen in den Ländern leisten sofortige Sicherheiten in allen Haltungsformen. Der DBV wird jetzt umso nachdrücklicher dafür werben, so rasch wie möglich über die so genannte Kleinvoliere eine Tierschutz- und Verbraucherschutz gerechte Alternative zur auslaufenden Käfighaltung wie auch zur Freilandhaltung zu entwickeln. Verbraucherschutz- und Tierschutzorganisationen sollten diesen Weg jetzt mitgehen und die Bundesregierung ermutigen, auf die Bundesländer einzugehen.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Bauernverband e.V. (DBV) Godesberger Allee 142-148, 53175 Bonn Telefon: 0228/81980, Telefax: 0228/8198205

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