DJV-Appell: Glaubwürdigkeit nicht aufs Spiel setzen
(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband ruft die Redaktionen dazu auf, noch mehr Sorgfalt als bisher auf die Recherche und die Überprüfung von Informationen zu legen. Das gilt insbesondere für Themen, die Social Media als Quelle haben. Der DJV reagiert damit auf Fernsehberichte über den angeblichen Sozialschmarotzer Yannis B., die sich inzwischen als falsch herausgestellt haben. Besondere Sorgfalt müssen Redaktionen auch auf den Umgang mit Künstlicher Intelligenz legen, wie die sogenannten KI-Fakes des ZDF gezeigt haben. „Wir Journalistinnen und Journalisten sind nicht fehlerfrei“, räumt DJV- Bundesvorsitzender Mika Beuster ein, „aber wir müssen alles dafür tun, dass Patzer die absolute Ausnahme bleiben.“ Die heftigen öffentlichen Reaktionen auf Fehler in der Berichterstattung seien ein Beleg dafür, dass die Toleranzschwelle in der Gesellschaft erheblich angestiegen sei. „Wir dürfen unsere Glaubwürdigkeit nicht aufs Spiel setzen“, so Beuster.
Der DJV-Vorsitzende weist in dem Zusammenhang darauf hin, dass eine ausreichende personelle Ausstattung der Redaktionen ebenso unverzichtbar sei wie die laufende Fortbildung der Journalistinnen und Journalisten. „Wir dürfen von dem rasanten Fortschritt der KI-Anwendung nicht überrollt werden.“ Dafür müssten Verleger und Sender die nötigen Mittel zur Verfügung stellen und Zeitkorridore schaffen, die der Weiterbildung vorbehalten sind.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV) - Bundesgeschäftsstelle, Hendrik Zörner, Pressesprecher(in), Torstr. 49, 10119 Berlin, Telefon: 030 7262792-0
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