Pressemitteilung | Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV) - Bundesgeschäftsstelle
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DJV bedauert Status quo bei TV-Kanzlerduell

(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband bedauert, dass es bei dem geplanten Fernsehduell zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihrem SPD-Herausforderer Martin Schulz am 3. September keine Veränderungen gegenüber dem gleichen Format vor der letzten Bundestagswahl geben soll. Wie berichtet wird, haben sich die Sender ARD, ZDF, RTL und Sat.1 mit Änderungsvorschlägen nicht gegenüber dem Bundespresseamt durchsetzen können. "Ich wundere mich, dass der Regierungssprecher den Sendern offenbar vorschreiben kann, wie das Fernsehduell ablaufen soll", erklärt DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall. "Die Sender hätten im Zweifel lieber auf das Duell verzichten sollen, als sich den Wünschen der Kanzlerin zu beugen."

"Die Fernsehsender müssen den geänderten Sehgewohnheiten der Zuschauer Rechnung tragen", so Überall. Im Mittelpunkt müsse bei einem Live- Auftritt der Kanzlerkandidaten nach wie vor die Information stehen.
"Aber es kann doch nicht sein, dass eine solche Sendung der Devise
folgt: Das haben wir immer schon so gemacht", kritisiert der DJV- Vorsitzende. Diese Panne könne noch ausgebügelt werden, indem ein zweites TV-Duell in geändertem Format nachgeschoben werde.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV) Hendrik Zörner Torstr. 49, 10119 Berlin Telefon: (030) 7262792-0, Fax: (030) 7262792-13

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