DJV-Chef schlägt "Staatspresse" als Unwort des Jahres 2017 vor
(Berlin) - Den Begriff "Staatspresse" hat Frank Überall, Bundesvorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbands, als Unwort des Jahres 2017 vorgeschlagen. In einem Schreiben an die Unwort-Jury begründet Überall seinen Vorschlag damit, dass "Staatspresse" in den zurückliegenden Monaten immer wieder zur Diffamierung des öffentlich- rechtlichen Rundfunks gebraucht worden sei.
BDZV-Präsident Mathias Döpfner habe den Begriff Anfang April erstmals verwendet, um damit "gegen die Digitalseiten der ARD zu polemisieren". Der DJV-Vorsitzende wirft Döpfner den "Schulterschluss mit Pegida und AfD" vor, "die mit ,Staatsfunk' und ähnlichen Schmähungen die Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks negieren". Der Begriff Staatspresse sei durch Döpfner salonfähig gemacht worden. Überall: "Das ist eine infame Lüge, mit der das politische Klima in Deutschland nachhaltig vergiftet wird."
Vorschläge für das Unwort des Jahres nimmt die Jury bis 31. Dezember entgegen. Überall: "Ich würde mich freuen, wenn ,Staatspresse' zum Unwort des Jahres erklärt würde."
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV)
Hendrik Zörner
Torstr. 49, 10119 Berlin
Telefon: (030) 7262792-0, Fax: (030) 7262792-13
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