Pressemitteilung | Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV)

DJV fordert Umdenken der DFL

(Berlin) - "Diese Vorschrift ist ein Eigentor der DFL. Statt Bildberichterstattung zu behindern, sollte sie den Fotografen die Bilder ermöglichen, die am besten die Faszination für den Fußball vermitteln", forderte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken einen Tag vor dem Start in die neue Fußball-Bundesligasaison. Anlass für die DJV-Kritik ist der Passus "Fotografenarbeitsbereiche in den Stadien der Bundesliga und 2. Bundesliga" in der Medienrichtlinie der Deutschen Fußball Liga GmbH (DFL) für die Saison 2005/2006. Diese Regelung sieht vor, dass Fotografen in der Regel "während des Spiels, in der Halbzeitpause und bis zehn Minuten nach Spielende nur hinter den Toren arbeiten" dürfen. Damit wird der bereits in den Jahren zuvor stark beschnittene Arbeitsbereich für die Fotografen weiter eingeschränkt.

"Das sind unzumutbare Arbeitsbedingungen", kritisierte Konken. "Wie sollen Bildberichterstatter aus dieser Position umfassend ihrem Informationsauftrag nachkommen?" Es gehe um den Volkssport Fußball. Wer nicht live dabei sein könne, erwartete eine umfassende Berichterstattung auch in den Printmedien. Dazu gehörten aussagekräftige Fotos, die aus der Hintertorperspektive nicht geschossen werden könnten. "Hier stehen die kommerziellen Interessen der Deutschen Fußball Liga gegen den Informationsauftrag der Pressefotografen." Ginge es nach der DFL, würden die Bildberichterstatter auf die "billigen Plätze" verbannt, damit sie den Fernsehkameras nicht die Sicht versperrten. Vor dem Spiel 1. FC Bayern München gegen Borussia Mönchengladbach, das die neue Saison am Freitag einläutet, forderte Konken deshalb das Einlenken der DFL und freie Platzwahl für die Fotografen.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (djv) Pressehaus 2107, Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin Telefon: 030/7262792-0, Telefax: 030/7262792-13

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