Pressemitteilung | Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV)

DJV nennt "Newsroom"-Kampagne bodenlos

(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband hat die gegen ihn gerichtete Kampagne des Onlinemediums "Newsroom" als bodenlose Frechheit bezeichnet. "Die Spekulationen über angebliche Steuerprobleme des DJV und seiner Landesverbände sind aus der Luft gegriffen und dienen offensichtlich anderen Zwecken, als sich mit Steuerfragen zu beschäftigen", erklärte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. Es sei leider bezeichnend für die mangelnde journalistische Sorgfalt und Seriosität von "Newsroom", dass das Medium in seinen Kolportagen ausschließlich auf anonyme Anzeigen vertraue.

"Newsroom" hatte zunächst von einer anonymen Steueranzeige berichtet, die dem DJV bis heute nicht vorliegt. Danach soll angeblich über Jahre hinweg Umsatzsteuer in Millionenhöhe zu wenig für den Vertrieb der DJV-Mitgliederzeitschrift "journalist" an das Finanzamt abgeführt worden sein. Konken: "Eine umfassende Betriebsprüfung des DJV durch das Finanzamt ist im letzten Jahr ohne Beanstandungen abgeschlossen worden." Danach spekulierte "Newsroom", der DJV zahle keine Umsatzsteuer für die ausgestellten Presseausweise und brachte gleich noch im selben Atemzug die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs zu Steuerfragen durcheinander. "Die Steuerthematik beim bundeseinheitlichen Presseausweis ist unseren Landesgeschäftsstellen seit Jahren bekannt", sagte Konken. "Selbstverständlich arbeiten sie professionell mit den Finanzämtern zusammen." Und jetzt stellt "Newsroom" wieder unter Berufung auf so genannte, selbstverständlich anonyme "Fachleute" die These auf, dem DJV drohe die Zwangsliquidation. "Newsroom-Redakteur Johann Oberauer vermischt sein Wunschdenken mit der Realität", sagte der DJV-Vorsitzende. Allein die von ihm dargestellten Zahlen seien schon unstimmig. "Dem DJV geht es gut. Wir kämpfen engagiert für die Interessen unserer knapp 40.000 Mitglieder."

Der verantwortliche "Newsroom"-Redakteur Johann Oberauer ist zugleich Verleger des MediumMagazins und tritt als Mitbewerber zur DJV-Mitgliederzeitschrift "journalist" auf. "Da liegt es doch nahe, einem Wettbewerber schon einmal rechtlich fragwürdiges Verhalten anzudichten, um ihn zu schwächen", kommentierte Konken.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV) Hendrik Zörner, Pressesprecher, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit Pressehaus 2107, Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin Telefon: (030) 7262792-0, Telefax: (030) 7262792-13

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