DJV-Verbandstag stellt tarifpolitische Weichen
(Saarbrücken) - Der DJV-Verbandstag hat am heutigen Mittwoch (7. November 2007) eine Stabilisierung der Flächentarifverträge im Printbereich gefordert. Die Einhaltung der Verträge müsse künftig von den Tarifvertragsparteien noch stärker kontrolliert werden. Für eine funktionierende Tarifpartnerschaft ist es nach Ansicht des DJV unerlässlich, dass sich die Mitglieder der Verlegerverbände künftig ihrer sozialen Verantwortung stellten, statt aus den Tarifverträgen auszubrechen.
Im Einzelnen forderten die Delegierten für die im nächsten Jahr anstehenden Tarifverhandlungen mit den Verlegern Gehaltserhöhungen, die die Reallohnverluste der letzten Jahre ausgleichen, sowie die Eingruppierung der Online-Redakteure in die Tarifverträge, einen tarifvertraglich geregelten Anspruch der Redakteurinnen und Redakteure auf Weiterbildung und eine auch künftig gesicherte Altersversorgung. Darüber hinaus sei ein wichtiger Schritt, Verhandlungen über ein Tarifwerk für ausgegliederte Medienbetriebe und journalistische Leiharbeitsfirmen aufzunehmen, die bisher nicht tarifgebunden seien. Dieser Einstiegstarifvertrag solle befristet die Möglichkeit bieten, zu niedrigeren Konditionen einzustellen. Er müsse aber mit einer Beschäftigungssicherung verknüpft werden und das Ziel haben, nach Ablauf der Befristung in die regulären Tarifverträge überführt zu werden.
Darüber hinaus forderte der DJV-Verbandstag die Bundesregierung erneut nachdrücklich auf, die Leiharbeit durch eine Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes wieder auf zwölf Monate zu begrenzen. Nur dadurch könne das zunehmende Unterlaufen der Tarifverträge in Medienunternehmen durch die Beschäftigung von Leiharbeitnehmern in Redaktionen grundsätzlich verhindert werden.
Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV)
Hendrik Zörner, Pressesprecher, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Pressehaus 2107, Schiffbauerdamm 40, 10117 Berlin
Telefon: (030) 7262792-0, Telefax: (030) 7262792-13
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