DJV-Verbandstag verabschiedet zahlreiche Tarifaufgaben
(Berlin) - "Tarifpolitik ist und bleibt eine der wichtigsten Aufgaben des DJV", stellte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken am heutigen Dienstag (8. November) im Rahmen des DJV-Verbandstags in Weimar fest. Im Rahmen des Verbandstags hatten die Delegierten mehrere Anträge zu tarifpolitischen Zielen des Verbands verabschiedet.
Der DJV wird sich auch künftig dafür einsetzen, dass finanzielle Verbesserungen für fest angestellte Redakteure auch auf freie Journalisten übertragen werden. "Der DJV-Verbandstag fordert den Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger auf, zügig zu einem Abschluss der Verhandlungen, Gemeinsame Vergütungsregeln' für journalistische Urheber zu kommen", lautet der Wortlaut eines angenommenen Antrags. Verschleppungsstrategien von Seiten der Verleger sind nach Meinung der Delegierten nicht mehr hinzunehmen. Der DJV wird sich zudem dafür einsetzen, dass es in den nächsten Tarifverhandlungen im Bereich der Tageszeitungen keinen weiteren Abbau der Berufsjahrstaffel und keine sonstigen tarifvertraglichen Verschlechterungen für ältere Redakteure geben wird und dass die Verschlechterungen bei Urlaubsdauer und Urlaubsgeld aus der letzten Tarifrunde rückgängig gemacht werden. Dienstpläne sollen im künftigen Manteltarifvertrag für alle Printredaktionen obligatorisch verankert werden.
Auch fordert der DJV die Verleger deutlich auf, künftig verstärkt für journalistische Qualität zu sorgen. Eigenrecherche dürfe nach Meinung der Delegierten nicht durch das Veröffentlichen von Pressemitteilungen ersetzt werden. Konken: "Die Verleger müssen sich ihrer Verantwortung für sozial gerechte Arbeitsbedingungen ihrer Redakteure und für journalistische Qualität stellen - dafür wird der DJV kämpfen."
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