Pressemitteilung | Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV)

DJV warnt Journalisten in USA vor Angriffen und Gewalt

(Berlin) - Der Deutsche Journalisten-Verband warnt die Berichterstatter und Korrespondenten in den USA vor der Gefahr von Anschlägen und gewalttätigen Auseinandersetzungen bei der Amtseinführung des neuen Präsidenten. Berichte über möglicherweise gewaltsame Demonstrationen in Washington D.C. und den Hauptstädten der US-Bundesstaaten am 20. Januar nennt der DJV "alarmierend". Das Vorgehen der Demonstranten bei der Erstürmung des Kapitols am 6. Januar gegenüber Journalisten gebe Anlass zur Sorge, sagt DJV- Bundesvorsitzender Frank Überall: "Alle Berichterstatter sind aufgerufen, am Mittwoch besonders vorsichtig und aufmerksam zu sein." Das legten auch die Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes nahe, die vor gewalttätigen Ausschreitungen bis hin zu Terrorangriffen warnten.

Die US-Sicherheitsbehörden hätten den Auftrag, die Pressefreiheit zu garantieren und im Zweifel mit Polizeigewalt durchzusetzen. Überall:
"Es ist erschreckend, dass im einstmals demokratischen Musterland USA ein solcher Appell überhaupt nötig ist. Aber ihren Hass und ihre Gewaltbereitschaft gegenüber Journalisten haben extremistische Trump- Fans bereits am Kapitol unter Beweis gestellt."

Die deutschen Medienunternehmen mit eigenen Korrespondenten in den USA fordert der DJV-Vorsitzende auf, die nötigen Sicherheitsvorkehrungen für ihre Mitarbeiter zu treffen: "Wenn Schutzausrüstung wie etwa Helme notwendig ist, darf daran nicht gespart werden."

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Journalisten-Verband e.V. (DJV) Hendrik Zörner, Torstr. 49, 10119 Berlin Telefon: (030) 7262792-0, Fax: (030) 7262792-13

(ds)

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