Pressemitteilung | Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e.V. (VDAB) - Bundesgeschäftsstelle und Landesverband Nordrhein-Westfalen

DPR fordert Aufwertung qualifizierter Pflegekräfte / VDAB: Fachkräfte müssen Verordnungsermächtigung erhalten

(Essen) - Der Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e.V. (VDAB) unterstützt die Forderung des Deutschen Pflegerates (DPR) nach einer Aufwertung qualifizierter Pflegekräfte gegenüber Hausärzten bei der Behandlung Pflegebedürftiger. „Bereits vor Jahren haben wir uns dafür ausgesprochen, dass Krankenpflegefachkräfte auch befähigt sein müssen, z.B. im Bereich der pflegerischen Prophylaxen eigenständig den Bedarf des Hilfebedürftigen zu erheben und entsprechend Verordnungen ausstellen zu dürfen“, sagt Oliver Aitcheson, Leiter des ambulanten Fachbereichs beim VDAB.

„Durch andere Zuständigkeitsverteilungen könnte der drohenden Versorgungslücke in Regionen mit ärztlicher Unterversorgung oder mit einem hohen Anteil chronisch Kranker begegnet werden“, so Aitcheson weiter. „In Staaten wie Dänemark, Großbritannien und Australien übernehmen qualifizierte Pflegekräfte schon seit längerem Aufgaben in Bereichen, die in Deutschland ausschließlich Ärzten vorbehalten sind.“ Durch eine gute Zusammenarbeit zwischen Hausärzten und Pflegepersonal im Bereich der Verordnung könnten die Ärzte entlastet und eine Optimierung der Versorgung erreicht werden, sagt Aitcheson. „Die Patienten haben ein Anrecht auf eine qualifizierte ambulante Betreuung.“

Quelle und Kontaktadresse:
Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e.V. (VDAB) Nicole Meermann, Pressereferentin Im Teelbruch 132, 45219 Essen Telefon: (02054) 9578-0, Telefax: (02054) 9578-40

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