Pressemitteilung | ifo Institut - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V.

Drei weitere Staaten erfüllen schon bald das Zwei-Prozent-Ziel der Nato (#nato)

(München) - Einige europäische Nato-Länder wie Rumänien, Lettland und Litauen werden schon bald zwei Prozent ihrer Wirtschaftsleistung für das Militär ausgeben.

"Das Vereinigte Königreich erfüllt das Zwei-Prozent-Ziel schon seit Jahren, und Frankreich ist mit 1,8 Prozent auf einem sehr guten Weg", sagt Niklas Potrafke, Leiter des ifo Zentrums für öffentliche Finanzen und politische Ökonomie zum Auftakt der Münchner Sicherheitskonferenz. "Deutschland ist trotz Erhöhungen des Wehretats in den letzten Jahren weit davon entfernt, sich an seine Zusage zum Zwei-Prozent-Ziel zu halten", fügt Potrafke hinzu. "Im Vergleich mit anderen großen Nato-Ländern stehen wir schlecht da."

Eine kürzlich veröffentlichte Studie des ifo Instituts zeigt, dass insbesondere Regierungswechsel erklären, warum einzelne Nato-Länder sich weniger darum bemühen, das Zwei-Prozent-Ziel einzuhalten. "Neue Regierungschefs scheint es oftmals nur bedingt zu interessieren, was ihre Vorgänger auf internationaler Bühne versprochen haben", sagen die ifo-Forscher Johannes Blum und Niklas Potrafke.

Die Nato-Mitgliedsländer hatten sich im Jahr 2014 darauf verpflichtet, bis zum Jahr 2024 zwei Prozent ihrer Jahreswirtschaftsleistung für Verteidigungsausgaben zu verwenden.

Quelle und Kontaktadresse:
ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V. Harald Schultz, Pressesprecher Poschingerstr. 5, 81679 München Telefon: (089) 92240, Fax: (089) 985369

(sf)

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