Pressemitteilung | Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU)

Drohungen aus Berlin gegen die Wirtschaft

(Frankfurt am Main) - Nach den jüngsten TV-Äußerungen der Kanzlerin hat der Präsident der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände, Wolf Matthias Mang, klargestellt: "Eine generelle Test- und Homeoffice-Pflicht für Unternehmen wäre eine Kampfansage an die Wirtschaft. Wir lassen der Politik ein solches ´Schwarze-Peter-Spiel` nicht durchgehen, auch nicht der Kanzlerin. Damit würde sie sich ihr nächstes Osterruhe-Ei in den eigenen Garten legen. Hier wie dort fehlt sowohl die Rechtgrundlage für eine solche Drohung als auch die epidemiologische Begründung."

Auch die hessische Wirtschaft sehe die Inzidenzzahlen mit Sorge, fordere aber nach einem Jahr Pandemiebewältigung eine differenzierte Betrachtung der Corona-Situation. "Auf dem Stand des bisher Erreichten ist die Kombination aus beschleunigtem Impfen, Testen, abgesichertem Öffnen und einem digitalen Impfnachweis der richtige Weg", sagte Mang.

Die hessischen Unternehmen nähmen aktuell überwiegend politische Drohungen aus Berlin zur Kenntnis. "Eine Corona-Testpflicht und obendrauf noch eine Homeoffice-Pflicht wären ein ungeeigneter Aktionismus. Das würde die fehlende Anerkennung der Unternehmen ausdrücken, die um ihre Wettbewerbsfähigkeit und vielerorts auch um ihre Existenz kämpfen. Die Bundespolitik muss das Vertrauen in ihre Krisenmanagement-Fähigkeit wieder gewinnen", so der hessische Unternehmerpräsident.

Vor gut einer Woche habe die VhU an ihre 80 Mitgliedsverbände mit 150.000 Unternehmen appelliert, ihren nicht im Homeoffice befindlichen Beschäftigten freiwillige Schnell- oder Selbsttests anzubieten. Damit eine signifikante Erhöhung der Testanzahl umgesetzt werden könne, seien viele betriebspraktische und rechtliche Fragen sowie die Beschaffung und Finanzierung zu klären. Mang: "Zwei Tests pro Mitarbeiter in der Woche führen zu finanziellen Aufwendungen und einem erheblichen Einsatz von Arbeitszeit, die in der jetzigen Zeit von manchen Unternehmen nicht zu stemmen sind. Es reicht, auf freiwillige Tests in Unternehmen zu setzen."

Mang bekräftigte die Forderung der VhU nach rascher Einführung einer fälschungssicheren Nachverfolgungs-App, damit Geschäfts- und Urlaubsreisen leichter möglich und sicher planbar werden, insbesondere ins Ausland. Nur so könnten die Tests ihre Wirkung entfalten. Dazu habe die Politik trotz wiederholter Ankündigungen keine Entscheidung getroffen.

Quelle und Kontaktadresse:
Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU) Dr. Ulrich Kirsch, Geschäftsführer Presse und Kommunikation Emil-von-Behring-Str. 4, 60439 Frankfurt am Main Telefon: (069) 95808-0, Fax: (069) 95808-126

(sf)

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