DRV-Ärzte beschließen Ausweitung des Streiks
(Berlin) - "Bisher haben wir nur Nadelstiche gesetzt, jetzt kommen schärfere Instrumente zum Einsatz." Mit diesen Worten kündigte heute (7. Januar 2010) Dr. Andreas Botzlar, 2. Vorsitzender des Marburger Bundes (MB), eine Ausweitung des Ärztestreiks an den Reha-Kliniken und Verwaltungsstellen der Deutschen Rentenversicherung (DRV) an. Bei ihrem jüngsten Treffen im Anschluss an die zentrale Streikkundgebung in Bochum beschlossen die Ärztesprecher aus den DRV-Kliniken und dem Sozialmedizinischen Dienst der Rentenversicherung, die Verweigerungshaltung der Arbeitgeber mit einer Intensivierung der Streikmaßnahmen zu beantworten.
Es wurde vereinbart, vom 12. Januar an die Einrichtungen im Bereich der DRV drei Tage pro Woche zu bestreiken, jeweils von Dienstag bis Donnerstag. Ende Januar kommen die Ärztevertreter dann erneut mit der MB-Spitze zusammen, um das weitere Vorgehen zu beraten. "Der Streik tritt jetzt in eine neue Phase. Wir werden Zug um Zug den Streik weiter eskalieren, wenn die Arbeitgeber nicht einlenken. Die Ärzte in den Einrichtungen der Rentenversicherung verlangen Arbeitsbedingungen und Gehälter, wie sie an Akutkliniken schon längst gang und gäbe sind", sagte Botzlar.
Quelle und Kontaktadresse:
Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband
Hans-Jörg Freese, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Reinhardtstr. 36, 10117 Berlin
Telefon: (030) 746846-0, Telefax: (030) 746846-16
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